Alligatoah – Das Interview vorm Graz-Gig

Der deutsche Rapper, DJ und Produzent Alligatoah besuchte mit seinem neuen Album im März Graz. Wir haben mit ihm vor dem Gig geplaudert.

Alligatoah, du hast mit „Musik ist keine Lösung“ ein neues Album am Start – wo siehst du die größten Unterschiede zum erfolgreichen Vorgänger „Triebwerke“?

Alligatoah:  Bei „Triebwerke“ waren die Hauptthemen Liebe und Beziehungen zwischen Menschen. Auf „Musik ist keine Lösung“ geht es in erster Linie um gesellschaftliche Zusammenhänge und um Fragen des menschlichen Zusammenlebens in Systemen und gemeinsamen Gefügen.

Du bist bekannt dafür, dass du dir kein ein Blatt vor den Mund nimmst und dabei deine State­ments recht interessant in kleinen Geschichten verpackst …

Ja. Danke… (lacht) Ich nehm mir kein Blatt vor den Mund. Das wäre auch Blödsinn, weil dann ist die Akustik ja nicht so gut … Ich versuche außerdem, alles so zu sagen, wie ich es sagen möchte. Das bedeutet auch so zu sprechen, dass es manchmal drastisch wirkt und Leute vor den Kopf stoßen kann.

Du machst im eigenen Studio deine Platten im Alleingang. Warum?

Ich schätze die Arbeit alleine sehr. Ich hab das schon früh gemerkt, dass ich ein Solo-Artist bin, ein Einzelgänger, jemand, der sich zum Kreativsein am besten ganz zurückzieht. Ich bin außerdem relativ vorsichtig – wenn ich Ideen ausarbeite und wenn mir da jemand auf die Finger schaut, bin ich eventuell zu vorsichtig und das soll mich nicht bremsen.

Live hast du aber Musiker mit auf der Bühne. Worauf dürfen wir uns bei deinem Graz-Konzert freuen?

Auf eine großartige musikalische Umsetzung der Songs durch meine Band. Aber nicht nur das – ich habe auch immer Wert darauf gelegt, dass Alligatoah als Gesamtprojekt auch was fürs Auge ist. Man darf sich auf Kostüme und Kostümwechsel freuen und auf den einen oder anderen Schenkelklopfer. Man kann sich darauf gefasst machen, dass auf der Bühne von allen vorhandenen Parteien alles gegeben wird.

Beitragsbild: Sebastian Harting

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