Ayurveda und Superfood – wie geht das zusammen?

„Eh wurscht“? oder lieber Gute-Laune-Pulver? Caroline hat sich mit der Kombination von Foodtrend und alter Ernährungstradition beschäftigt.

Unser Verhältnis zum Essen ist sehr komplex. Von absoluter Unachtsamkeit à la „ist mir wurscht, was ich esse“ bis hin zum Gesprächsthema Nummer eins, Zelebration des Mahls und Darstellung der Gerichte in sozialen Netzwerken. Viele fühlen sich besonders schlau und das einzig wahre Rezept haben auch alle gefunden. Und wirklich auskennen tut sich niemand.

Brainfood, Detoxfood – scheinbar für jede Lebenslage gibt es sogenannte „Superfoods“. Der Vorteil liegt darin, dass man bereits durch den Konsum kleiner Mengen mit den wichtigsten Vitalstoffen für den Alltag versorgt ist. Vor allem im Frühjahr ist nun für viele Entschlackung angesagt. In der ayurvedischen Ernährungsweise gilt es, mit grünen Smoothies den Körper aus dem Winterschlaf zu holen. Aber Ayurveda und Smoothies – wie geht das zusammen?

Ayurveda ist die traditionelle indische Gesundheitslehre und Heilkunde, die unsere Verdauung mit einem lodernden Feuer vergleicht, das es gilt zu entfachen und am Brennen zu halten, wodurch auch der Stoffwechsel in Schwung bleibt.

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Foto: Luis Echeverri Urrea/Shutterstock

Verena Bernhard und Matthias Schodits begannen vor sechs Jahren, Superfood mit der ayurvedischen Ernährungsweise zu kombinieren.

Verena ist diplomierte Ayurveda-Therapeutin, die mit ihrem Team im eigenen Unternehmen „Feinstoff“ Superfoods in feiner Pulverform, leicht verdaulich für den menschlichen Körper, kreiert. Das hippe Superfood basiert somit auf dem Jahrtausende alten Wissen von Ayurveda. Für jede Lebenslage ist etwas dabei, denn man unterscheidet zwischen den Themenbereichen Gräser und Blätter, Beeren und Früchte sowie Wurzeln und Samen (siehe Infobox).
Für Verena sind die Produkte „vielseitig anwendbar und in die Ernährung leicht einzubauen“. Auch die Verzehrempfehlungen sind ayurvedisch abgestimmt. Verena ist überzeugt: „Man erkennt Menschen mit einer guten Aura daran, dass sie strahlen, in sich ruhen und gut gelaunt sind.“ Und was besonders wichtig ist: Um herauszufinden, welche Nahrungsmittel zu einem passen, muss man auch in Ayurveda auf den eigenen Bauch hören.

Doch letztlich, so Verena, könne man mit ein paar kleinen Veränderungen in der täglichen Ernährung sein Wohlbefinden steigern – ohne das Ganze zu einer komplizierten Wissenschaft zu erheben.

 

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Foto: anasegota/Pixabay

AYURVEDISCHER ENERGY SHAKE
5 eingeweichte Mandeln
Samen von 2 Kardamomschoten
2 Datteln
1/2 TL Fenchelsamen
1/8 TL Ingwerpulver
ein paar Safranfäden
ca. 1 Tasse Wasser
Alle Zutaten fein mixen und pur oder über ein Porridge genießen.

 

„GRÜNE MORGENSTUND“- SMOOTHIE
2 TL Weizengras-Pulver
1/2 Birne
1 Handvoll grüner Salat
1 Schuss Zitronensaft
1 Schuss kalt gepresstes Öl
1 Glas Wasser
Alle Zutaten fein mixen.

 

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Foto: Julian Popov/Shutterstock

Superfood-Pulver können nach den drei Menschentypen im Ayurveda eingeteilt werden:

Grüne Superfood-Pulver sind zum Reinigen und Entschlacken. Vor allem Menschen mit vermehrtem Kapha (schwaches Verdauungsfeuer) bevorzugen intuitiv die grünen Pulver. Im Frühling und im Herbst ist es unser natürliches Bedürfnis, den Körper zu entlasten und zu entschlacken.

Beeren- und Fruchtpulver stärken die Immunkraft. Diese Gruppe ist für alle Menschen gut geeignet.
Pitta-Typen (starkes Verdauungsfeuer) lieben grundsätzlich Beeren, da sie den Körper von innen kühlen und somit den Geist beruhigen und mental stark machen.

Wurzeln und Samen sind dafür da, Energie zu tanken. Vor allem Vata-Typen (sensible Verdauung) brauchen diese Kategorie für mehr Erdung und Stabilität.

 

CAROLINE KULMHOFER

 

fyi – for your info

Lies auch unser Pro & Contra zum Thema Superfood!

www.feinstoff.com

 

 

Beitragsbild: fototrips/Shutterstock
 

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