Billie Eilish: Neuer Superstar oder flüchtiger Hype?

Billie Eilish ist der Popstar der Stunde. Rund um ihren Auftritt am FM4 Frequency Festival berichteten die Medien zahlreich über die junge Amerikanerin.

Im vergangenen Winter erhob Foo-Fighters-Mastermind und einstiger Nirvana-Drummer Dave Grohl eine junge Amerikanerin, die noch kein ganzes Studioalbum veröffentlicht hatte, in den Pop-Olymp. Gegenüber Variety verriet er: „Meine Töchter sind von Billie Eilish regelrecht besessen. Mit ihr passiert gerade das gleiche, was 1991 mit Nirvana geschah. Die Leute fragen sich oft, ob Rock nicht tot sei. Wenn ich mir jemanden wie Billie Eilish ansehe, dann weiß ich, dass Rock’n’Roll nicht aussterben wird!“

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die 2001 als Billie Eilish Pirate Baird O’Connell in Los Angeles geborene Sängerin und Songwriterin in aller Munde. Wenige Wochen später veröffentlichte sie ihr Debütalbum „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?“ sämtliche kommerziellen Erwartungen an sie: Nummer 1 in den USA, UK, Australien, Österreich, der Schweiz und und und.

Doch wie sieht es mit den künstlerischen Ambitionen der Kalifornierin aus?
Gemeinsam mit ihrem älteren Bruder, dem Schauspieler Finneas O’Connell (Glee, Modern Family) schreibt und produziert Eilish ihre Musik. Schon im Alter von 14 Jahren veröffentlichte sie auf Soundcloud ihren ersten Song „Ocean Eyes“, geschrieben von ihrem Bruder. Es steht kein aufgeblähtes Produzenten- und Management-Team hinter Eilish, das ihre Musik und ihre Karriere dirigiert. So lässt sich schließlich ihr Sound erklären. Die Musikerin hat sich abseits der Hochglanz-Popmusik für die Massen angesiedelt, und doch kommen genau diese vor ihre Bühne. Mit ihrem düsteren Lo-Fi-Elektropop hat sie etwas Frisches in die kommerzielle Popmusik gebracht. So reiht sie sich in eine Künstlerriege ein, die bewiesen hat, dass Musikhörer eben nicht ewig denselben dahinproduzierten Instant-Sound hören wollen.
Ein Superstar ist Billie Eilish gegenwärtig ohne Frage; ob der Rummel um sie von Dauer ist oder nur ein flüchtiger Hype für das Jahr 2019, wird die Zukunft zeigen. Schließlich behaupten schon jetzt böse Zungen, sie sei schlicht die Avril Lavigne der 2010er-Jahre.

GEORG ZSIFKOVITS

 

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Beitragsbild: Kenneth Capello

 

 

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