Doping – der falsche Weg an die Spitze

Fünf Langläufer aus Österreich, Estland und Kasachstan wurden Ende Februar 2019 im Tiroler Seefeld  verhaftet. Der Vorwurf: Doping, also die Nutzung verbotener Methoden oder Substanzen zur Leistungssteigerung. Was versteht man unter EPO- und Blutdoping?

Das Vergehen Doping beschäftigt seit vielen Jahrzehnten die Sportwelt und zerstörte bereits zahlreiche Wettkämpfe und Karrieren. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble wurden erstmals Dopingkontrollen durchgeführt. Doch das Dopingsystem entwickelte sich ständig, neue Methoden hielten Einzug in den Sport. Prominentester Dopingsünder ist wohl Lance Armstrong. Der einst siebenfache Tour-de-France-Sieger war einer der großen Sportlegenden des Planeten. Im Juni 2012 wurden Armstrong all seine Titel ab 1998 aberkannt und der Sportler wurde lebenslang gesperrt. Blickt man heute auf die Siegerliste der Tour-de-France-Historie, bleiben die Spalten für die Jahre 1999 bis 2005 leer.

Was sind EPO- und Blutdoping?

Während Armstrong und zahlreiche andere Sportler zu jener Zeit mit EPO dopten, griffen die Athleten in Seefeld zum sogenannten Blutdoping. Von EPO-Doping spricht man bei der Einnahme des Hormons Erythropoetin, das das Wachstum roter Blutkörperchen steigert. Diese roten Blutkörperchen sind dafür verantwortlich, Sauerstoff aufzunehmen und durch den Körper zu transportieren. Gelangt mehr Sauerstoff zu den Muskeln, erhöht sich die Ausdauerleistung des Athleten/der Athletin. So erklärt sich, dass es vor allem in Ausdauersportarten wie Radfahren oder Langlaufen häufig zum Missbrauch kommt. Auch Blutdoping verfolgt das Ziel, die Zahl roter Blutkörperchen zu steigern. Hier wird dem Sportler/der Sportlerin jedoch – meist eigenes – Blut nach einem Höhentraining abgenommen. Durch das Training steigt – wie auch bei der Einnahme von Erythropoetin – die Konzentration roter Blutkörperchen. Das abgenommene Blut wird dem Athleten/der Athletin kurz vor dem Wettkampf wieder zugeführt. Es kommt zu einer Leistungssteigerung von bis zu fünf Prozent.

Gesundheitlicher Schaden

Doping zerstört nicht nur den sportlichen Wettkampf, sondern auch den Körper. Aus medizinischer Sicht besteht eine starke Verwandtschaft zu Medikamentenmissbrauch aus dem Abhängigkeiten entstehen.

GEORG ZSIFKOVITS

 

fyi – for your info

NADA AUSTRIA – Nationale Anti-Doping Agentur Austria GmbH

Beitragsbild: geralt/Pixabay

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