Ferien-Scouts: Von Gespenstern und Klettereien (4)

Die Ferien-Scouts Berni und Maria begeben sich auf eine Reise in die Vergangenheit, treffen ein 800 Jahre altes Gespenst und klettern auf der Burg herum …

Weit über dem Vulkanland mit Ausblick bis nach Ungarn und Slowenien: Wo wir uns befinden? Natürlich auf der Riegersburg (Mitglied der Angebotsgruppe Young Styria, die auf Jugend- und Schulreisen spezialisiert sind)! Hoch oben thront sie auf einem erloschenen Vulkan. Von einem Geist bewohnt. Rüdiger – der sich den Besucherinnen und Besuchern der Burg nur in Vollmondnächten zeigt – aber auch bei der Schnitzeljagd beim Burgweg kann man ihn entdecken.

Mucki Ferien-Scouts Foto: Berni und Maria

Mucki fliegt über die Köpfe hinweg | Foto: Berni und Maria

Greifvogelschau

An diesem heißen Sommertag nahmen wir aber die gemütlichere Aufstiegsvariante und riefen den modernen Burglift herbei. Eilig fuhren wir hinauf, denn um 13 Uhr begann auch schon die Greifvogelschau. Schnell an der Taverne vorbei zur Greifvogelwarte gelaufen erblickten wir dort die schönen Tiere: Eulen, Geier, Adler und Bussarde präsentierten ihre schönsten Kunststücke und flogen knapp an unserer Nase vorbei! Alle Achtung: Sobald Mucki, die Gänsegeierdame ihren Flug vorführt, heißt es gut aufpassen: Sie schnappt sich auch mal gerne die eine oder andere Handtasche. Wir spürten sogar ihren Flügelschlag an unseren Gesichtern vorbeihuschen! Solange es Nahrung gibt, bleiben die Tiere auf der Riegersburg bei ihren Falknern, abgesehen von den kleinen Spazierflügen unten im Ort.

Kaiserschmarrn und Hexenmuseum

Das mit dem Essen haben wir uns natürlich auch zu Herzen genommen und gleich einen Abstecher in die Burgtaverne gemacht. Bei einem Wahnsinnspanorama, Sonnenschein und der freundlichsten Bedienung zeigte man uns den besten Platz im ganzen Restaurant: oberhalb der Terrasse kann man durch hohe Glasfenster die Gegend und die Kletterer betrachten. Ja, richtig gehört – Kletterei auf dem Burgfelsen. Aber das sollte uns erst später den Atem rauben … Denn nach Kaiserschmarrn und Apfelstrudel ging es für uns über die Burgbrücke zum Hexenmuseum. Foltermethoden, Geschichtliches, eine modern gestaltete Ausstellung und etwas Grusel findet man tief in den Burgmauern. Gerade als wir an der eisernen Jungfrau vorübergingen, huschte etwas Weißes zwischen dem nachgebauten Scheiterhaufen vorbei. War das etwa Rüdiger?

Bald schon kamen wir im Weißen Saal, der übrigens sehr fotogen ist, an. Auch über die einstigen Besitzer/innen erfuhren wir einiges: „Die Gallerin“ hieß sie, die vor 350 Jahren auf der Riegersburg herrschte. Ihr und den Besitzern verdanken wir, dass die Burg steht, so wie sie die Türkenkriege, den Zweiten Weltkrieg und den Wandel der Zeit überstanden hat.
Durch die Gänge und Winkel der Burginnenräume verstrich die Zeit wie im Flug und als wir an der Speibbrücke angelangt waren, mussten wir auch schon schnell zurück: auf uns wartete nämlich der „Naturbursch“!

 Ferien-Scouts Foto: Berni und Maria

Foto: Berni und Maria

Rund um die Burg kraxeln

Mit Gregor, unserem Klettersteigführer kraxelten wir einmal rund um die Riegersburg herum! Ja, richtig gehört – die Riegersburg europaweit die einzige, auf der sich Kletterbegeisterte wie im Mittelalter fühlen und gleichzeitig Action und Felsfeeling in der nicht-so-bergigen Umgebung erleben können. Das Gefühl, als wir die Gipfel in der Ferne und die Weinhügel unter uns sahen, war unbeschreiblich. Wenn es nicht schon bald Abend geworden wäre, hätten wir noch Stunden am Seil verbringen können. Mit einigen „Panoramapausen“ hatten wir dann den gesamten Vulkanfelsen umrundet und mussten uns auch schon wieder von ihm trennen.

Geheimer Ort

Am Weg nach unten zeigte uns Gregor noch einen geheimen Ort: die Rothöhle. Nicht viel größer als ein Fuchsbau gibt es am Fußweg ein unscheinbares Loch, das tatsächlich für mehrere Leute Platz bietet. Reingeklettert mussten sich meine Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen, doch dann sah ich ihn: Rüdiger das Burggespenst, das mich aus der hintersten Ecke anlachte! Schon war er verschwunden und Maria, Gregor und ich spazierten den Eselssteig hinab, bis wir am Fuße der Burg angelangt waren. Strahlend präsentierte sie sich uns in der „Golden Hour“, fast schon kitschig … so mussten wir von dem heutigen Abenteuer Abschied nehmen und unsere Reise fortsetzen. Doch auch an unserem nächsten Ziel lässt uns Rüdiger nicht ganz allein … Wo wir ihn wieder finden und welches Ziel wir ansteuern, erfährt ihr im nächsten Blogbeitrag.

 Ferien-Scouts Foto: Berni und Maria

Foto: Berni und Maria

Fazit: Egal ob in, auf, unter oder weit weg von der Burg – Sie ist ein absoluter eyecatcher. Ein perfektes Ausflugsziel mit einem Mix aus Wissen über Hexen und die Burg, Greifvogelschau, Panorama, kulinarischem Genuss und einer großen Portion Adrenalin beim Kraxeln.

Unsere Tipps:

1.) Das allercoolste Klettererlebnis – Rund um die Burg: ein MUSS!

2.) Rucksack und Tasche in der Greifvogelschau aus Geierreichweite halten!

3.) Wer noch gerne mehr Informationen mit nach Hause nimmt, soll sich unbedingt das „Rüdiger und die Riegersburg“-Buch anschauen: Ein informatives Werk mit vielen Bildern von den Innenräumen und Plätzen, an die man sich zu Hause gerne erinnert!

fyi – for your info

Riegersburg 
Naturbursch
Eine Aktion von checkitWOCHE und YOUNG STYRIA
 

Beitragsbild: Berni und Maria

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