Liebe & Sex: Über das Fremde und zu viel Nähe …

… und wie gehe ich mit Fremde und (zu viel) Nähe um, wie soll ich mich verhalten? *

 

Veronika Graber, Frauengesundheits- zentrum, Graz, Joanneumring 3 Tel.: 0316/83 79 98 www.frauengesundheitszentrum.eu

Veronika Graber, Frauengesundheits- zentrum, Graz, Kontakt

Wie nah ist zu nah?

 

Samira freut sich auf ihren besten Freund Samuel. Aber oje, sein aufdringlicher Cousin Mark ist dabei. Seine Blicke … und dann berührt er sie ständig, will sie umarmen. Heute nimmt sich Samira vor, von Anfang an Distanz zu zeigen. Sie streckt Mark demonstrativ die Hand entgegen. Wenn er das nicht kapiert, muss sie Klartext reden. Denn wer sie wie und wo berührt, bestimmt Samira selbst!

Wem gehört die Straße?

Heute muss Maria alleine vom Volleyballtraining nach Hause gehen. Es ist schon dunkel. Geht ihr da jemand nach? Ihr wird mulmig. Sie hält nach einer erwachsenen Frau oder einem offenen Geschäft Ausschau. Diese Straße ist wirklich zu wenig beleuchtet! Das wird sie der Bürgermeisterin mailen. „Schließlich gehört die Straße auch mir!“

Darf er das? Nein!

Bei der Familienfeier streichelt Mayas Onkel ihr so eigenartig über den Rücken. Beim Verabschieden greift er ihr auf die Brust. Maya ist schockiert und verwirrt. Als sie es ihrer besten Freundin und deren Mutter erzählt, sagt diese: „Dein Onkel soll sich schämen! Ganz klar, dass er das nicht darf.“ Sie beschließen, in einer Beratungsstelle Tipps zu holen, um die Übergriffe des Onkels zu stoppen.

 

Stefan Pawlata, Fachstelle für Burschenarbeit im Verein f. Männer- & Geschlechterthemen Stmk.Graz, Dietrichsteinplatz 15/8 Tel.: 0316/83 14 14 // www.burschenarbeit.at

Stefan Pawlata, Fachstelle für Burschenarbeit im Verein f. Männer- & Geschlechterthemen Stmk.Graz, Kontakt

Werte und Kulturen

Lukas wartet auf den Bus. Auf der Bank liegt eine Tageszeitung. Er blättert darin und liest von sexuellen Übergriffen, über verschiedene Rollenbilder und die Vermittlung von Werten. Lukas denkt darüber nach, was seine Werte sind. Was bedeutet das? Er überlegt, was er von wem über den Umgang mit Menschen gelernt hat. Und was das für sein Leben bedeutet.

Das Eigene und das Fremde

Ein junger Mann setzt sich neben Lukas auf die Bank. Er schaut anders aus, fremd. Beide warten, beide sind irgendwie neugierig aufeinander, beide wissen nicht, wie sie miteinander in Kontakt kommen. Wie ist das mit der Sprache? Was denkt der andere über mich? Der junge Mann fragt Lukas, wie es ihm geht. Sie kommen ins Gespräch – mit Worten, mit Blicken, mit Händen und Füßen. Sein Name ist Hossein.

Reden und zuhören, um zu verstehen

Lukas und Hossein warten 15 Minuten auf den Bus, sie verabschieden sich, sie treffen sich am nächsten Tag wieder bei der Busstation. Sie setzen ihre Unterhaltung fort. Nach einer Woche fragt Lukas, was Hossein über die Meldungen in der Zeitung denkt. Lukas und Hossein reden über ihre Herkunft, über das Mannsein, wie über Frauen gedacht wird und über den Respekt voreinander. Sie hören einander zu – beide reden von Mensch zu Mensch. Sie treffen sich wieder.

 

Frauengesundheitszentrum

Fachstelle für Burschenarbeit

Beitragsbild: OpenClipartVectors / Pixabay
* Themen aus Beratungsworkshops mit Jugendlichen

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