Lizzo und Billie Eilish: die großen Gewinnerinnen der Grammy Awards

Billie Eilish mit fünf und Lizzo mit drei Awards sind die großen Abräumerinnen der heurigen Grammy Awards.

Am Sonntagabend wurden im Staples Center in Los Angeles die Grammy Awards 2020 verliehen. Wie schon im Vorjahr wurde die große Show von R&B-Künstlerin Alicia Keys moderiert. Keys selbst gewann in ihrer Karriere 15 Grammys.
Zu den großen Siegern des Abends avancierten Billie Eilish und ihr Bruder, Produzent und Co-Songwriter Finneas O’Connell. Mit fünf Grammys – darunter alle vier Hauptkategorien – zeigte Eilish, dass sie der unbestrittene Superstar der Pop-Gegenwart ist. So wurde sie als „Beste neue  Künstlerin“ gekrönt. Ihre Hitsingle Bad Guy gewann in den Kategorien „Song des Jahres“ und „Aufnahme des Jahres“.
Eilishs Debütalbum When We All Fall Asleep, Where Do We Go? wurde als „Bestes Album“ und außerdem als „Bestes Pop-Gesangsalbum“ gekürt.
In ihrer Rede bedankte sich Billie Eilish allen voran bei ihren Fans, die all das erst möglich machen.

Nicht zu vergessen gilt es bei dem großen Billie-Eilish-Hype eine andere beeindruckende Künstlerin: Lizzo. Die amerikanische Rapperin schnappte sich mit ihrem dritten Album Cuz I Love You den Grammy in der Kategorie „Bestes Urban-Contemporary-Album“. Ihre Single Truth Hurts wurde als „Beste Pop-Solodarbietung“ und der Song Jerome als „Beste R&B-Darbietung“ ausgezeichnet.

Neben den beiden Künstlerinnen, die ihren großen Durchbruch erst im vergangenen Jahr schafften, haben auch altbekannte Künstler erneut zuschlagen. In den beiden Electro-Kategorien „Beste Dance-Aufnahme“ und „Bestes Dance-/Electronic-Album“ durfte sich das britische Duo The Chemical Brothers zwei Trophäen abholen.

Als bester Rocksong wurde This Land von Gary Clark Jr., als bestes Rockalbum Social Cues von Cage the Elephant ausgezeichnet. Die Prog-Metaller Tool konnten mit dem Track 7empest in der Kategorie „Beste Metal-Performance“ ihren vierten Grammy einsacken. Vampire Weekends Father of the Bride wurde zum „Besten Alternative-Album“ gewählt.
Das „Beste Rap-Album“ des Jahres lieferte Tyler, the Creator mit Igor ab.

Wenig überraschend kamen außerdem die Grammys für einen der größten Hits des Jahres 2019: Mit Old Town Road gewannen Lil Nas X und Billy Ray Cyrus, Vater von Popstar Miley Cyrus, die „Beste Popdarbietung eines Duos/einer Gruppe“. Außerdem wurde der Track für das „Beste Musikvideo“ ausgezeichnet.

Neben dem Musikalischen stand auch der Tod von Basketballer Kobe Bryant im Mittelpunkt der Preisverleihung. Der Amerikaner war kurz zuvor gemeinsam mit seiner 13-jährigen Tochter bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen.
Kobe Bryant war zwischen seinem Karrieredurchbruch Ende der 90er-Jahre bis zu seinem Rücktritt 2016 einer der großen Superstars der NBA. Das Staples Centre, in dem die Grammys verliehen wurden, ist Heimstätte der Los Angeles Lakers, für die er 20 Jahre auf das Feld ging.
Moderatorin Alicia Keys performte gemeinsam mit Boys II Men den Motown-Klassiker It’s So Hard to Say Goodbye to Yesterday.

GEORG ZSIFKOVITS

fyi – for your info

Grammy Awards: Gewinnerliste

 

Beitragsbild: Jabari Jacobs

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