Metall- und Schweißtechniker: Bei dieser Lehre geht‘s richtig heiß her!

Simon ist im dritten Lehrjahr zum Metall- und Schweißtechniker – hier dreht sich alles um Metalle, Werkzeuge und Schweißgeräte.
Simon

An das frühe Aufstehen wird sich Simon „wohl nie gewöhnen“! Foto: Pfeifer-Sieber

„Schon immer machte es mir mehr Spaß, praktisch zu arbeiten, als stundenlang in der Schule zu sitzen und zu Hause zu lernen. Als meine Freunde und ich in der vierten Klasse Hauptschule vor der Entscheidung standen, entweder eine Lehre zu beginnen oder eine weiterführende Schule zu besuchen, wusste ich sofort, dass ich einen Lehrberuf ausüben und mein eigenes Geld verdienen wollte“, erklärt der 18-jährige Simon Pfeifer-Sieber.

„Nach langer Überlegung entschied ich mich für eine Doppellehre als Metall- und Schweißtechniker und freute mich umso mehr, als ich eine Zusage von der Firma ACE Apparatebau Construction & Engineering in Lieboch bekam“, erzählt der angehende Metall- und Schweißtechniker. Handwerkliches Geschick und die Freude an der Arbeit mit Metallen gelten als Voraussetzung für die Ausübung dieses Berufs.

„Außerdem sollte man körperlich belastbar sein und ein gewisses technisches Verständnis besitzen“, fügt Simon hinzu. Für ihn ist es selbstverständlich, seinen Beruf mit größter Sorgfalt zu verrichten. „Da wir hier Reaktoren, Wärmetauscher und Druckbehälter für andere Firmen herstellen, ist es wichtig, dass mit hoher Konzentration gearbeitet wird. Schlussendlich übernimmt jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter eine große Verantwortung für die erzeugten Produkte“, betont er.

„In unserer Firma werden verschiedenste Apparate und Spezialprodukte gefertigt. Zu meinem Tätigkeitsbereich gehören vor allem Schweiß­arbeiten, zum Beispiel bin ich für das Biegen und Zuschneiden von Blechen zuständig. Als Schweißtechniker muss ich natürlich auch Zeichnungen und Schweißanweisungen lesen und richtig umsetzen können. Außerdem habe ich gelernt, Metallplatten mithilfe des Wolfram-Inertgasschweißverfahrens und des Metallaktivgasschweißens zusammenzuheften“, veranschaulicht Simon seinen Aufgabenbereich.

Früh aufstehen, früh heimgehen!

Für Simon beginnt der Arbeitstag bereits um sechs Uhr morgens. „An das frühe Aufstehen werde ich mich wohl nie gewöhnen. Da mein Arbeitstag jedoch um 14 Uhr zu Ende geht, kann ich noch den gesamten Nachmittag für freizeitliche Aktivitäten nutzen“, erklärt er mit einem Lächeln. Oft ist der leidenschaftliche Schweißtechniker auch in seiner Freizeit bei Schweißarbeiten und diversen anderen Metallarbeiten in seiner selbst eingerichteten Werkstätte zu Hause anzutreffen.

Während der vierjährigen Doppellehre muss Simon insgesamt sechs Mal die Berufsschule in St. Peter/Graz besuchen. Neben Fächern wie Mechanische Technologie, Angewandte Mathematik und Fachzeichnen finden ab dem zweiten Lehrjahr auch Fachpraktika in der Lehrwerkstätte statt.

Was Simon an seiner Ausbildung besonders viel Spaß macht? „Wir dürfen hier sehr selbstständig arbeiten und haben die Möglichkeit, in viele Tätigkeitsbereiche zu schnuppern“, erzählt Simon und betont, wie abwechslungsreich und fordernd jeder Arbeitstag für ihn ist.

HELENA PFEIFER-SIEBER

www.christof-group.at/ace
www.berufslexikon.at

 Foto: 06photo/Shutterstock

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