Recht easy: Dein Nebenjob

Ein bisschen Geld dazuverdienen? Immer gerne! Caroline erklärt, worauf du bei einem Nebenjob achten solltest.

Im Arbeitsrecht unterscheidet man drei Arten von Dienstverhältnissen: freie Dienstnehmer/innen, Arbeitsverhältnis und Werkvertrag. Kennzeichnendes Merkmal bei Ersterem ist die fehlende „persönliche Abhängigkeit“ (man ist an keine Arbeitszeit und Weisungen gebunden wie beim Arbeitsverhältnis) und es wird kein bestimmter Erfolg geschuldet – wie es beim Werkvertrag der Fall ist. Nicht die Bezeichnung durch die/den Arbeit­geber/in ist entscheidend für die Kategorisierung, sondern wie deine Arbeit organisiert und ausgestaltet ist.

Wichtig zu beachten ist außerdem die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze bei deinem Zuverdienst. Geringfügig beschäftigt ist man, wenn man nicht mehr als 438,05 Euro (Stand 2018) monatlich verdient. Dies gilt sowohl für Arbeitsverhältnisse als auch für freie Dienstnehmer/innen. Bei Überschreiten dieser Grenze wird der Sozialversicherungsbeitrag sofort abgezogen (also Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pensionsversicherung). Achtung: Einkommen aus mehreren Beschäftigungsverhältnissen (die auch jeweils unter der Geringfügigkeitsgrenze bleiben) werden zusammengerechnet – du kannst also auch dadurch die Grenze überschreiten! Passiert das, muss man mit einer Nachzahlung von Sozialversicherungs­beiträgen rechnen.

Hinsichtlich der Einkommensteuer musst du dir bei kleinen Nebenjobs keine Sorgen machen: Wenn du im Jahr weniger als 12.000 Euro verdienst, fällt keine Steuer an. Wird diese bereits im Vorfeld abgezogen, so wird sie durch ein zugeschicktes Formular (antragslose Arbeitnehmerveranlagung) auch grundsätzlich wieder rückerstattet.

Wichtig ist es also für dich, vor allem drei Dinge im Auge zu behalten: Steuern, Sozial­versicherung und Familienbeihilfe. Letztere deshalb, weil: Ab 10.000 Euro brutto zu versteuerndem Einkommen in einem Kalenderjahr verlierst du den Anspruch auf Familienbeihilfe – sowohl als Arbeitnehmer/in als auch als Selbstständige/r. 

Am besten immer nachfragen und sich selbst schlau machen – hilfreiche Websites findest du im Infokasten –, dann kann nichts schief­gehen.

 

CAROLINE KULMHOFER

 

fyi – for your info

www.help.gv.at
checkyourjob.oeh.ac.at
www.arbeiterkammer.at

 

 

Beitragsbild: Ljupco Smokovski/shutterstock

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