Spektakuläres „Kraxeln“: Bouldern liegt im Trend

Klettern erlebt einen Höhenflug – vor allem das Bouldern wird immer beliebter. Nina Lach (20) aus Graz ist Junioren-Europameisterin im Speedklettern (2014) und ist dieser Sportart absolut verfallen. Bei der Jugend-WM in Singapur (Kategorie Speed) kletterte sie auf den 3. Platz.

Klettern ist abwechslungsreich und spektakulär: Mit den Disziplinen Speed, Lead und Bouldern gilt Nina Lachs Leidenschaft vor allem Letzterem. „Bouldern leitet sich vom englischen Wort boulder – Felsblock – ab und ist das Klettern ohne Seil und Gurt an Felsblöcken, -wänden oder künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe“, erklärt die Europameis­terin im Speedklettern. Vor zehn Jahren hat sie zu klettern begonnen.

„Es hat mir sofort getaugt. Das Besondere ist für mich definitiv die Vielseitigkeit.“ Bouldern sei für jede/n gut geeignet, meint Nina. „Frauen können Männern aufgrund ihrer Beweglichkeit oft zeigen, wer stärker ist“, lächelt sie. Seit 2007 nimmt Nina an Wettkämpfen teil. „Ich war immer schon sportbegeistert und begann aus Spaß, an Wettkämpfen teilzunehmen.“ In den letzten Jahren hat sie einen Ehrgeiz entwickelt, der für Leistungssportlerinnen wie Nina auch erforderlich ist. „Ein gewisses Niveau und Erfolge verlangen Zielstrebigkeit“, sagt Nina. Fünf bis sechs Mal pro Woche wird trainiert. Persönliche Motivation findet sie durch andere Sportlerinnen und Musik.

Für Nina Lach ist keine Kletterwand zu steil.

Für Nina Lach (20) ist keine Kletterwand zu steil. Foto: Michael Maili

„Erfolge bringen Neid mit sich“

Bleibt bei einem so dichten Trainingsplan und dem Studium der Sportwissenschaften an der Karl-Franzens-Uni Graz überhaupt Freizeit? „Ja, eigentlich schon. Ich bemühe mich, alles unter einen Hut zu bringen, treffe mich so oft wie möglich mit Freunden, gehe Schi fahren, ins Kino, höre Musik oder lese.“ Schon mal ans Aufhören gedacht? „Ehrlich gesagt, ja. Als Leistungssportlerin hat man es nicht immer leicht. Erfolge bringen auch Neid mit sich.“
Ninas Support: „Meine Familie unterstützt mich sehr und mein Bruder Thomas ist einer meiner Trainer. Er baut mich auf, wenn mal etwas nicht so gut läuft. Auch mit meinen Freunden hab ich Glück. Sie verstehen es, wenn ich bei einer Geburtstagsparty wieder mal nicht dabei sein kann.“ Hin und wieder werden sogar bei Wettkämpfen Freundschaften geschlossen, lässt uns Nina wissen.

„Ein Stockerlplatz wäre schön!“

Seit heuer ist sie in der Allgemeinen Klasse (Erwach­sene): „Mein sportliches Ziel für 2016 ist es, unter die Top 10 im Weltcup zu kommen. Bei der WM 2018 in Innsbruck wäre ein Stockerlplatz sehr schön.“ Nach ihren bisherigen größten Erfolgen scheinen ihre Ziele durchaus realisierbar.

MARIE MAYER

Und wenn du nun auch begeistert bist vom Bouldern und gerne mehr wissen möchtest haben wir hier einige Videos und Links für dich!

Dieses Video, gedreht in der momentan weltgrößten Boulderhalle in München, soll helfen, der Faszination hinter dem Trendsport Bouldern auf den Grund zu gehen. Simon Zehetmayer, ein begeisterter Outdoor-Sportler, versucht sich zum ersten Mal im Bouldern. Veronika Holler, die seit zwei Jahren bouldert, erklärt, warum es ihr so Spaß macht.

Hier siehst du den amtierenden Weltrekordhalter im Speedklettern – Danyl Boldyrev aus der Ukraine -, als er sich 2014 in Gijon in Spanien mit 5,60 Sekunden den Weltrekord sicherte. Aber nicht blinzeln, sonst verpasst du noch etwas!

Noch immer nicht genug? Hier einige INFO-Links!

Graz:
boulderclub.at
bloc-house.at

Steiermark:
wettklettern-steiermark.at
Kletterhallen und -wände (Naturfreunde)
Österreich:
alpenverein.at
klettern.co.at

Beitragsbild:Privat

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