Streetdance und kreative Beat-Battles

Nina Fauland hat sich dem Streetdance verschrieben. checkit traf die umtriebige Sportlerin zum Interview.

Die Grazerin Nina Fauland hat schon früh mit dem Streetdance begonnen. Die Faszination hat sie nicht mehr losgelassen. Mittlerweile ist sie Teil der „Bagage Dance Crew“, die an nationalen und internationalen Wettbewerben, sogenannten Battles, teilnimmt und auch Workshops und Festivals veranstaltet. Im checkit-Interview gibt uns Nina einen Einblick in ihre Welt.

Wie bist du auf den „Streetdance“- Geschmack gekommen?

Ich hab schon in der Volksschule angefangen, Hip-Hop zu tanzen, hab irgendwann dann aufgehört und auch andere Sportarten ausprobiert. Nach der Matura hab ich mich durch die Grazer Tanzschulen geschnuppert. Einmal in der Woche zu tanzen, war mir bald zu wenig. Ich hab mich für weitere Kurse eingeschrieben und mit Breakdance angefangen.

Mittlerweile bist du Teil der „Bagage Dance Crew“, einer professionellen Tanzgruppe …

Genau. Wir sind 10 Tänzerinnen und Tänzer und sehr unterschiedliche Charaktere. Dennoch arbeiten wir super miteinander, haben jede Menge Spaß und sind eine kleine Familie geworden.

Wie oft trainiert ihr?

Reines „Bagage-Training“ findet einmal in der Woche statt. Stehen Wettkämpfe oder Shows an, trainieren wir zusätzlich. Da kann es auch sein, dass wir drei bis vier Mal die Woche üben. Auch beim gemeinsamen Weggehen steht das Tanzen im Vordergrund.

Welche Stilrichtungen tanzt ihr?

Eigentlich alle Stilrichtungen des Streetdance. Natürlich hat jeder eigene Vorlieben; gemeinsam versuchen wir, einen guten Stilmix zu finden. Das ist vor allem für Shows wichtig.

Wo liegen deine Präferenzen?

Neben dem Hip Hop sind Waaking und Locking meine Lieblingsstile. Auch House zählt zu meinen Favoriten.

Eure Crew gibt das Können auch weiter?

Ja, richtig. Wir geben Workshops für Gruppen und verschiedene Organisationen aus dem Sozial- und Jugendbereich. Seit zwei Jahren veranstalten wir auch das B the Beat-Festival. Aus unserem Zusammenschluss zur Crew ist im letzten Jahr außerdem der Verein Sportunion Let’s Move entstanden.

Klingt spannend. Erzähl uns mehr!

Wir wollten uns vom Tanzschulalltag lösen und unsere Sache selbst in die Hand nehmen. Dank unserer Obfrauen Julia Kaufmann und Claudia Hödl gibt es somit einen Verein in Graz, der sich Streetdance, Parkour, Freerunning sowie der Fitness verschrieben hat. Die meisten von uns unterrichten wöchentlich im Rahmen des Vereins und können so das Verständnis und die Freude am Streetdance weitergeben. In euren

Workshops unterrichten internationale Tanzgrößen …?

Oh ja! Isaak Kyre (Deutschland), Sekou (NYC), Mulla und Regina (Russland), Nikki Tsappos (Schweden), Loftex (AUT).

Für wen sind die Workshops?

Da wir immer sehr erfahrene Trainer und Trainerinnen einladen, sind unsere Workshops für alle Levels offen. Unsere regelmäßigen Kurse unterscheiden sich nach Alter, Können und Stil.

Wer kann Hip-Hop tanzen?

Alle, die Spaß an der Bewegung zur Musik haben, können mitmachen! Es geht nicht darum, Profis auszubilden, sondern Leuten zu helfen, ein Ventil für ihre Energie und Kreativität zu finden. Wir wollen unsere Leidenschaft zum urbanen Tanz mit anderen teilen.

Hattest du je gesundheitliche Probleme und Verletzungen?

Leider ist es wie bei jeder Sportart so, dass man sich verletzen kann, etwa durch falsch ausgeführte Bewegungen. Umso wichtiger ist es deshalb, die Schritte richtig zu machen. Das sieht nicht nur cooler aus, sondern schont auch die Gelenke. Außerdem sind Koordination, körperliche Fitness und Körperspannung essenziell beim Tanzen. Jede/r ist letzten Endes aber selbst dafür verantwortlich, seine/ihre eigenen physischen Limits zu erkennen und zu respektieren!

Wie ist die Hip-Hop-Szene in der Steiermark aufgestellt?

Die Streetdance-Szene in Graz ist noch sehr jung, aber man spürt wachsendes Interesse. Erst vor Kurzem hat das B the Beat-Festival stattgefunden. Im Rahmen dessen haben die Bagage Dance Crew und der Verein Sportunion Let’s Move ein 3-Tages-Event auf die Beine gestellt. Wir sind stolz darauf, einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Streetdance-Szene und der Kultur in Graz beisteuern zu können.

Zum Schluss verrate uns doch noch das Besondere am Tanzen!?

Für mich ist das Tanzen nicht nur Sport oder Hobby, sondern ein Teil meines Lebens. Ich brauche es als Ausgleich, für die soziale Interaktion, um mich selbst weiterzuentwickeln, als Therapie, als Freizeitbeschäftigung, als Energieventil, als Kreativitätsventil usw. Über Streetdance kann ich eine Brücke zwischen Sport und künstlerischer Freiheit schlagen.

MARIE MAYER

Info

www.lets-move.eu

Facebook: www.facebook.com/BagageDanceCrew

Bild

 
 
 
Nina Fauland: „Koordination,
Fitness und Körperspannung sind essenziell
beim Tanzen.“

 

 

 

Fotos: Melanie Kraxner; Harry Tauderer

 

 

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