Theaterzentrum Deutschlandsberg: Ein Schauspiel für Jung und Alt

Seit bald 40 Jahren bringt das Theaterzentrum Deutschlandsberg mit Erfahrung und Jugend Schauspiel in die Region.
Theaterzentrum Deutschlandsberg

Foto: Theaterzentrum Deutschlandsberg

Seit seiner Gründung im Jahr 1981 durch einen Zusammenschluss mehrerer Theatergruppen der Region verfolgt das Theaterzentrum Deutschlandsberg das Ziel, „Theater auf hohem Niveau für unterschiedliche Altersgruppen“ auf die Bühne zu bringen. Ein Ziel, dem der Kulturverein über all die Jahre mit reger Beteiligung junger und erfahrener Schauspieler, Regisseure und helfender Hände auf und hinter der Bühne treu geblieben ist. In den ersten 20 Jahren seines Bestehens war ein einzelner Raum der Koralmhalle Deutschlandsberg das Zuhause des Vereins. Im Jahr 2001 fand man in der „Neue Schmiede“ einen geräumigeren Standort. Hier kann sich das Theaterzentrum auf einer Fläche von rund 400 Quadratmetern ausbreiten. Die Räumlichkeiten umfassen eine „Blackbox“ für Aufführungen, einen Probenraum, einen Fundus- und Technik-Raum, ein Foyer mit Bar und ein Büro.

Die Jugend im Rampenlicht

Am Anfang stand die Intention der Vereinsgründer des ersten Theaters des Bezirks mit permanentem Spielbetrieb, „innovatives und politisch relevantes Theater“ zu spielen. Dabei stand stets die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Fokus. Ein Schwerpunkt, der bis heute höchste Aufmerksamkeit von Vereinsobmann Gerd Wilfing und seinen Kolleginnen und Kollegen genießt. Erfolgreich veranstaltet die Kultureinrichtung jedes Schuljahr mehrere Kinder- und Jugendtheaterworkshops. Seit 2008 werden auch Kurse für fortgeschrittene Jugendliche angeboten, die im Einzelunterricht ihre darstellerischen Fähigkeiten verfeinern können.

Doch nicht nur die jungen Darsteller sollen ins Rampenlicht. In der tz Dramawerkstatt arbeiten junge Autorinnen und Autoren an Theaterstücken, die im Theaterzentrum inszeniert werden. Ebenso haben Interessierte die Möglichkeit, an der Seite erfahrener Theatertechniker erste Erfahrungen in den Bereichen zu sammeln, die ein Theaterstück zum Erlebnis machen: Bühnentechnik, Kostüm und alles rund um die Bretter, die die Welt bedeuten.

Highlight der Nachwuchsarbeit ist seit 2005 das mehrtägige Theaterfestival „rabiatperlen“, das jeden Sommer in Deutschlandsberg stattfindet.

Durch seine Jugendarbeit sichert sich das Theaterzentrum nicht nur seine eigene Zukunft, sondern kann jederzeit auf einen großen Kreis talentierter junger Nachwuchsschauspieler/innen zurückgreifen.

Highlights aus vier Jahrzehnten

Theaterzentrum Deutschlandsberg

Foto: Theaterzentrum Deutschlandsberg

Im kommenden Jahr geht das Theaterzentrum Deutschlandsberg in sein fünftes Jahrzehnt. Auf dem Sprung zum „Traditionshaus“ darf der Verein auf Inszenierungen großer Bühnenstücke zurückblicken. Unter der Beteiligung nicht nur der jungen Talente, sondern auch mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern, ob bei Darstellung, Regie oder Bühnenbild. So kehrten zur Eröffnung der neuen Räumlichkeiten im Jahr 2001 zwei ehemalige Mitglieder auf die Deutschlandsberger Bühne zurück. Beide sind sie heute in Fernsehen und Theater weithin bekannt: Andreas Kiendl kennt man unter anderem aus der Fernsehserie SOKO Kitzbühel und den österreichischen Kultfilmen „Nacktschnecken“ und „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“. Christoph Theußl hat sich wiederum als Theaterschauspieler und Liedermacher einen Namen gemacht. Er hatte bereits Engagements am Wiener Burgtheater Wien und bei den Salzburger Festspielen.

Zu den bekanntesten Stücken, die auf der Deutschlandsberger Bühne inszeniert wurden, zählen „Warten auf Godot“, Klassiker des irischen Nobelpreisträgers Samuel Beckett, das bekannte Drama „Biedermann und die Brandstifter“ des Schweizer Schriftstellers Max Frisch und Johann Nestroys „Der Talisman“.

Corona als Schauspielverderber

Seit Anfang der 2000er bringt das Theaterzentrum Deutschlandsberg Jahr für Jahr rund sieben Eigenproduktionen vor das Publikum. Auch für diesen Herbst und Winter waren die Pläne groß. Am 11. Dezember hätte die Premiere von „Hamlets Henker“ unter der Regie von Ninja Reichert stattfinden sollen, am 23. Dezember eine Show der hauseigenen Impro-Truppe. Doch wegen Corona bleibt es im Saal vorerst finster. Neben dem Probenbetrieb müssen auch die Kinder- und Jugendtheater-Workshops pausieren, bis Corona aus dem Scheinwerferlicht tritt und der Kunst die Bühne wieder freigibt.

fyi – for your info

theaterzentrum.at

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Beitragsbild: Theaterzentrum Deutschlandsberg

 

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