Treffen mit der ganzen Welt: mit CISV rund um den Globus

„Vor einem Jahr wusste ich noch gar nicht, was CISV bedeutet. Doch als ich das erste Mal bei einem Precamp teilgenommen hatte, war für mich klar: Ich will dabei sein.“ Der 15-jährige Konstantin war im Sommer 2016 mit CISV in Rom, 2017  geht’s  nach Malmö in Schweden.

Die wichtigsten Informationen habe ich schon auf dem Precamp in Knittelfeld bekommen. Unter anderem, dass CISV – Children International Summer Villages bedeutet und auf der ganzen Welt vertreten ist. Das Ziel ist es, Kindern verschiedene Kulturen nahezubringen und Freundschaften über viele Grenzen hinweg möglich zu machen – klarerweise ist deshalb die Sprache auf den Camps Englisch.

Schon mit elf Jahren kann man mit dem ersten Camp beginnen, ich habe leider erst mit 14 Jahren diese Möglichkeit entdeckt. Mein elfjähriger Bruder Laurenz startet nächsten Sommer seinen ersten vierwöchigen CISV-Aufenthalt. Er hat sich dafür Klagenfurt ausgesucht.
Es gibt Camps in verschiedenen Ländern der Welt und alle Camps haben ein gemeinsames Thema. Es gibt zwei- bis vierwöchige Aufenthalte, die auf ein bestimmtes Alter abzielen. So wird es nie langweilig für die beteiligten Jugendlichen. Man kann aus den angebotenen Ländern auswählen.

Auf nach Rom – um Englisch zu sprechen und die Welt zu verbessern!

Meine steirische Delegation, mit der ich im Sommer 2016 nach Rom gereist bin, bestand aus zwei Buben – Flo und ich – den beiden Mädchen Viola und Maddy und Manfred Preschern, unseren erwachsenen Begleiter. Er war bereits als Kind bei den CISV-Camps dabei. Zur Einstimmung auf das Land verbrachten Flo und ich die ersten beiden Tage mit einer italienischen Familie in Rom – vor dem Camp starten alle Jugendlichen auf diese Weise im fremden Land. Danach ging es ins Camp –  insgesamt neun Länder waren in Rom vertreten: Österreich, Brasilien, Kolumbien, Italien, Slowenien, Mongolei, USA, Norwegen und Dänemark. Wie viele andere Nationen bei den Camps vertreten sind, ist unterschiedlich. Das Beste grundsätzlich ist meiner Ansicht nach der Spaß mit den Leuten aus der ganzen Welt, weshalb der Abschied am Ende umso schwerer fällt. Die Freundschaften bleiben auch nach den Camps bestehen, und am nächsten Camp kommen neue dazu und jede/r kann eigene Erfahrungen einbringen. Durch die gute Stimmung unter den Jugendlichen macht es große Freude, auch mal ernstere Themen zu besprechen. Unser Camp stand unter dem Motto Heart to Earth und es ging ganz einfach um die Frage, wie wir die Welt verbessern können.

Activities rund um eine gesunde Erde

Die Camps laufen immer individuell ab, aber ein paar Punkte sind überall gleich. Vor dem Frühstück treffen sich alle Personen für die Flagtime, hier stehen wir im Kreis und singen das CISV-Lied. Nach dem anschließenden Frühstück findet schon die erste Activity statt. Meistens gibt es drei Activities pro Tag, die entweder von den Jugendlichen selbst oder – in den Camps mit den Jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmern – den Erwachsenen geplant werden. Einer meiner Favoriten war die Handicap-Activity, bei der es darum ging, dass jede Person ein Handicap für den ganzen Tag hatte. Ich konnte zum Beispiel den ganzen Tag nicht sprechen, andere konnten nichts sehen oder durften nur ein Bein oder einen Arm benutzen. Die Erfahrungen, die wir damit machten, waren sehr spannend. Es gab auch immer wieder Zeit für Meinungsaustausch, in der wir über die Activities diskutieren konnten.

Platz für Bewegung und chillige Freetime

Bis auf wenige Excursion Days bleibt man eigentlich immer im Camp, das in unserem Fall in einem großen Schulgebäude in Rom untergebracht war, wo es auch einen Garten gab und natürlich eine Turnhalle. Um die Campsite sauber zu halten, gibt es auch jeden Tag eine Zeit, in der geputzt wird. Natürlich hatten wir genügend Freizeit, die sogenannte Freetime. Um sich nach dem ganzen Spaß erholen zu können, haben die Kinder und Jugendlichen jeden Tag mindestens einmal Shower Time und Siesta Time. Man sollte auf jeden Fall CISV-Kleidung dabei haben, um diese zu tauschen – ich bin mit einem Hoody von den Brasilianern (mit Brasilien-Aufschrift!) nach Hause gekommen. Eine andere schöne Erinnerung ist es, wenn man jedes Camp-Mitglied darauf unterschreiben lässt.

Mein nächstes CISV-Camp steht bereits fest! Im Sommer 2017 geht es drei Wochen nach Schweden, genauer genommen nach Malmö. Die Stadt habe ich mir selbst ausgesucht – und ich freue mich jetzt schon riesig darauf.

 

KONSTANTIN KOPETER, 15, aus Graz

 

fyi – for your info

www.cisv.at

Bild oben - die österreichische Delegation: Konstantin, Flo, Betreuer Manfred, der auch schon als Kind bei CISV dabei war, Viola und Maddy (c) privat

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