Wie gefällt dir die Neue Mittelschule?

Aus Hauptschulen wurden Neue Mittelschulen: Was hat sich nun für Schüler/innen geändert? Wir fragten einige Schüler/innen nach ihrer Meinung. Nicht alle freuen sich über die Neuerungen.

„Der Unterricht ist jetzt viel mehr schülerzentriert – es steht das Lernen der Schüler im Vordergrund“, erklärt Karl Pichler, Direktor der Neuen Mittelschule August Musger in Kindberg die für ihn wichtigste Änderung. Durch Ausprobieren verschiedener Lern­methoden finden die Schüler/innen heraus, welche die für jede/n einzelne/n passendste ist. Auch die Selbstständigkeit der Schüler/innen wird gefördert: Die Aufgabenstellungen werden so formuliert, dass alle in der Lage sind, diese selbstständig zu bewältigen. Dafür gibt es am Anfang jedes Kapitels – egal ob Mathe, Deutsch oder Biologie – die Lernziele in Tabellenform aufgelistet, um den Kindern (und Eltern) zu zeigen, was verlangt wird. Dadurch resultieren auch genauere Beurteilungsvorgaben, die für jedermann/-frau nachvollziehbar sind. Die Schüler/innen bekommen vermehrt Wochenpläne und sie müssen sich selbst die Zeit einteilen können. Diese Pläne führen auch mehrere Fächer zusammen, was die Sicht- und Denkweise der Kinder erweitert. Als Hilfestellung steht ihnen natürlich ein/e Lehrer/in zur Verfügung.

Weiters gibt es keine Elternsprechtage mehr, sondern Kind-Eltern-Lehrer/innen-Gespräche (KEL). Dabei hat jedes Kind 20 Minuten Zeit, seine Stärken zu nennen. Also geht es bei den KEL-Gesprächen nicht um die Fehler – dadurch sind die Kinder motivierter für bessere Leistungen. In der Neuen Mittelschule in Kindberg ist nun auch ein Schwerpunkt ab der dritten Klasse zu wählen. Da können die Schüler/innen zwischen einer zweiten Fremdsprache (Italienisch), die Richtung Mathematik-Naturwissenschaft, gesunde Ernährung oder die Richtung musisch-kreativ wählen.


Daniel_11

„Ich geh jetzt lieber in die Schule, weil es schöner eingerichtet ist. Aber ich finde es schade, dass es keine Leistungsgruppen mehr gibt. Alles zusammen gefällt es mir als Schüler einer Neuen Mittelschule super.“

Daniel, 11

 

 

 


 

Marcel_11„Mir gefällt es gut, weil die Schule moderner und gemütlicher eingerichtet ist. Durch die bunten Wände kann man sich besser konzentrieren.“
Marcel, 11

 

 

 


amina11„Die schönere Einrichtung macht gute Laune. Nur finde ich es schade, dass es keine Leistungsgruppen mehr gibt, weil so eher auf die besseren Schüler geschaut wird. Die schlechteren Schüler gehen unter.“

Amina, 11

 

 

 


 

Daniel_schrift_11

„Ich find es blöd, dass es keine Leistungsgruppen mehr gibt. Mit Leistungsgruppen sind die Lehrer auf die Gruppen aufgeteilt und sie machen den Stoff so schwer, wie es für die Schüler passt. Das würde mir besser gefallen.“

Daniel, 11

 

 


 

clara_11

„Durch den schöneren Klassenraum bin ich aufgeweckter und lerne lieber als vorher.“

Clara, 11

 

 

 


 

PETRA CAVNICAR

 

Beitragsbild: Yvonne Wierink/Shutterstock, Petra Cavnicar (5)

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