Graue Energie: Wieso sollten wir sparsam damit umgehen?

Dass eine eingeschaltete Glühbirne Energie verbraucht, ist uns allen klar. Aber auch Herstellung und Transport von Kleidung, Handys etc. verbrauchen Energie … !

„Graue Energie“ oder auch „unsichtbare Energie“ ist jene Energie, die für die Gewinnung der Rohstoffe, die Herstellung, die Verpackung, den Transport, die Lagerung und die Entsorgung eines Produkts verbraucht wird. Einem Apfel sieht man beispielsweise nicht an, wie viel Energie für den Transport und die Lagerung benötigt wurde. Dasselbe gilt auch für Dienstleistungen. Es kann also durchaus passieren, dass hinter Lebensmitteln und anderen scheinbar klimafreundlichen Gütern oftmals ein sehr hoher Energieverbrauch steckt, den Konsumentinnen und Konsumenten nicht bemerken. Dadurch kann ein falsches Bild entstehen.

Foto: pixabay/Jan Vasek

Die Schweiz hat zum Beispiel im Vergleich zu anderen Industrieländern einen geringeren CO2-Ausstoß. Daher wird sie gerne als klimafreundliches Land bezeichnet. Die Schweiz importiert jedoch zahlreiche Güter aus anderen Ländern. Der Energieverbrauch für die Herstellung eines Autos wird zum Beispiel Deutschland angerechnet, das Auto selbst wird aber in der Schweiz verwendet. Graue Energie hat somit einen erheblichen Anteil am Klimawandel. Und wir bemerken das gar nicht.

Auch „Graue Energie“ kann (und sollte) man sparen

Die Energie einer Glühbirne kann man ganz einfach einsparen, indem man diese ausschaltet, sobald sie nicht mehr benötigt wird. Wie „normale“ Energie kann auch „graue“ eingespart und damit der CO2-Ausstoß verringert werden.

 

Hier einige Tipps, wie man graue Energie spart:

GEBRAUCHT KAUFEN

Laptops, Handys und Co. verbrauchen vergleichsweise zur „grauen Energie“, die zu deren Herstellung benötigt wird, weniger Energie im eigentlichen Gebrauchszeitraum. Daher ist es sinnvoll, die Lebensdauer zu verlängern, indem sie repariert werden oder man ganz einfach gebrauchte Geräte kauft. Dasselbe gilt für Möbel und Kleidung. In Graz gibt es beispielsweise zahlreiche Second-Hand-Shops wie
„Dogdays of Summer”, „HUMANA People to People”, „GardeRobe Second Hand”, „Preowned Luxus Store”, und „Offline Retail”, wo man Second-Hand kaufen kann.

LOKAL EINKAUFEN

Lebensmittel und andere Produkte aus der Region haben einen geringeren Transportweg und daher auch einen niedrigeren Verbrauch an „grauer Energie“. Am besten auch auf Bio-Qualität und auf recycelbare  Verpackung achten.

Foto: Tayeb Mezahdia auf Pixabay

HAUSHALTSGERÄTE ERSETZEN

Anders als beim Handy ist bei Haushaltsgeräten die tatsächlich verbrauchte Energie höher als jene, die bei der Herstellung benötigt wird. Daher ist es oft sinnvoll, diese gegen neuere Geräte der Energieklasse A+++ zu ersetzen, die aktuell als am stromsparendsten gelten.

FAZIT

Ihr seht also: Hinter fast allem, was wir in unserem täglichen Leben verbrauchen oder nutzen, steckt „graue Energie“. Diese hat einen starken Einfluss auf das Klima. Daher soll auch mit ihr so sparsam wie möglich umgegangen werden.

 

NICO LANG

fyi – for your info

Graue Energie wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben.

Tafel Schokolade: 0,25 kWh
Klopapierrolle = 20 kWh graue Energie (das entspricht 20 Waschmaschinengängen)
Jeans: 40 kWh
Laptop = 1.000 kWh graue Energie (das entspricht 40 Tage nonstop Staubsaugen)
Tageszeitung = 2 kWh graue Energie (das entspricht150 Tassen Kaffee)
Auto: 30.000 kWh
(Quelle: dw.com)

 

 

Beitragsbild: Syda Productions/Shutterstock

 

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