Neulich im Katzencafé: „Cappuccino und Kuscheltiger, bitte! ”

Zu wenig Katzen auf Facebook und Youtube? Du willst kuscheln mit den Vierbeinern? Dann haben wir gute Nachrichten: In einem Katzencafé bist du in bester ­(Tier-)Gesellschaft.

Die Idee zu Katzencafés stammt ursprünglich aus Asien. Grundsätzlich sind das ganz normale Cafés, in denen nicht nur heiße Getränke, sondern auch vierbeinige Gesellschaft die Stimmung heben. Das erste Katzencafé wurde bereits vor 18 Jahren, nämlich 1998 in Taiwan, eröffnet.
Das erste Katzencafé in Österreich öffnete 2012 in Wien seine Türen und war gleichzeitig auch das erste Katzencafé in Europa! Besitzerin Takako Ishimitsu markierte damit den Beginn eines Trends, der bald auch in anderen europäischen Städten begeistern sollte. Im Wiener Café Neko (japan. für Katze) können Gäste ihren Kaffee in der Gesellschaft von fünf auserwählten Katzen genießen. Diese werden auf der Homepage vorgestellt – inklusive (äußerst liebenswerter) Schwächen und Vorlieben. Katze Sonia ist beispielsweise nichts für Anfänger/innen, Kater Thomas ein toller Spielgefährte.

Allergiker/innen werden durch ein Schild am Eingang gewarnt. „Achtung! Hier sind freilaufende Katzen!“, steht darauf geschrieben: Das ist nicht nur ein Hinweis für Katzen-„Hater“, sondern auch für die Betriebsgenehmigung notwendig.

 

Kaffee und kuscheln in aller Welt

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Foto: www.cafeneko.at

Kurz nachdem das Café Neko seine Türen geöffnet hatte, folgten Lokale in anderen europäischen Städten. Mittlerweile gibt es sowohl in London als auch in Paris Katzencafés. Und unsere deutschen Nachbarn scheinen sich ganz besonders an der Idee zu erfreuen: In Berlin, München, Bremen und Köln bekommen die Kunden Kaffee und die Katzen Streicheleinheiten. In New York eröffnete 2014 eines dieser Cafés für nur vier Tage für einen guten Zweck. Der Ort funktionierte als Dating-Plattform zwischen herrenlosen Katzen und katzenlosen Herren bzw. Frauen. Tiere aus dem Tierheim sollten ein neues Zuhause finden. Das war das erste Katzencafé in Amerika und der Grundstein für weitere.

Katzen-Casting und Benimm-Regeln

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Foto: www.cafeneko.at

„In Japan gibt es viele Katzenliebhaber. Jedoch dürfen die Bewohner in den Ballungsräumen wegen der kleinen Wohnungen nur sehr selten Tiere halten. Daraus entstand die Idee, Lokale zu schaffen, in denen Katzen leben, die man streicheln kann“, erklärt Neko-Besitzerin Takako Ishimitsu die Idee hinter den Cafés in ihrer Heimat. Doch nicht alle waren begeistert: „Magistrat und Tierschutzverein wurden mit Beschwerden überschüttet“, erzählt Ishimitsu.
Die Auflagen in Österreich sind viel strenger als in Asien, bei uns gibt es eigene Tierschutzrichtlinien. So müssen die Katzen beispielsweise auch während der Öffnungszeiten einen Rückzugsraum haben. Dem harmonischen Zusammenleben zwischen Zwei- und Vierbeinern steht damit nichts mehr im Wege. Oder?

Cat-Casting

Im Klagenfurter cat’n’coffee geht man hier auf Nummer sicher: Das zweite Katzen­café Österreichs eröffnete im November 2015 und stellte für den Umgang mit den Katzen eigene Regeln auf, um sowohl den Gästen als auch den tierischen Zeitgenossen einen angenehmen Aufenthalt zu garantieren. So dürfen Katzen nicht mit mitgebrachtem Essen gefüttert werden oder auf dem Tisch liegen. Wer – wie ich selbst – eine Katze besitzt, weiß, dass die Vierbeiner mit den großen Augen eine einmalige Erlaubnis nur zu gern als Freibrief deuten.

Die Tiere wurden für dieses Café sogar eigens „gecastet“! Insgesamt zehn Katzen aus dem örtlichen Tierschutzkompetenzzentrum TIKO haben bewiesen, dass sie sich sowohl untereinander als auch mit Gästen gut verstehen.
Ob wir unseren Kaffee zukünftig auch in der Steiermark in Gesellschaft von Katzen genießen dürfen? Man darf gespannt sein, denn: „Es gab einen Grazer hier, der so was plant und mir viele Fragen gestellt hat“, verrät Takako Ishimitsu.

ALEXANDRA POLIČ

Beitragbild: Petra Blahoutova /Pixabay

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