Rauchverbot in Österreich?

Das totale Rauchverbot wird hierzulande gerne diskutiert, aber noch lieber nicht angetastet, obwohl es anderswo längst Realität ist. Florian Supé meint dazu: Rauchende Köpfe von Süchtigen schränken die Freiheit ein.
Supe_Florian

Florian Supé

Man muss der Zigarettenindustrie wirklich gratulieren: Dass etwas, was nicht schmeckt, ekelerregenden Gestank verbreitet, stark gesundheitsschädigend und vollkommen überteuert ist, sich so gut verkauft, ist beeindruckend. Schuld daran sind natürlich die süchtig machenden Inhaltsstoffe und auch der „Coolheitsfaktor“, der den Zigaretten immer noch anhaftet.
Wenn man in einem bestimmten Alter beginnt, abends in Lokale zu gehen, passt man sich an. Man will erwachsen wirken, schaut, wie sich „Vorbilder“ verhalten. Und die rauchen. Weil sie sich an anderen „Vorbildern“ orientiert haben, als sie damit angefangen haben. Und nur deshalb.

Menschen das Rauchen zu erschweren, um sie ihrer Gesundheit willen davon abzubringen, ist ein Grund für ein totales Verbot in Lokalen. Ein anderer ist der gute alte Spruch, dass die Freiheit des einen dort aufhört, wo die Freiheit des anderen beginnt. Umnebelt zu werden von geistig Umnachteten, an Orten, die Entspannung bieten sollten statt rauchender Köpfe, ist meiner Meinung nach eine klare Einschränkung meiner Freiheit. Gerne wird argumentiert, dass man eben nicht in den Raucherbereich gehen soll und dass man zum Schutz der Gesundheit gleich auch Alkohol mit verbieten müsste. Es stimmt zwar, dass dieser ebenfalls problematisch sein kann, aber man wird davon nicht so schnell süchtig wie von Nikotin. Und: Auch nach einem Abend im Nichtraucherbereich stinkt die Kleidung oft, als wäre man im Osterfeuer gesessen.

FLORIAN SUPÉ

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