In der bunten Welt der Medienleute

Kreativität ist mächtig – zum Beispiel in der Werbung. Mercedes Lindner aus Eibiswald gewährt einen Einblick in ihre Berufswelt.

An welche Firma denkst du, wenn du einen angebissenen Apfel siehst oder ein gelbes M? Wer steckt eigentlich dahinter, damit alle an die gleiche Firma denken?! Um das zu erfahren, habe ich die 24-jährige Mercedes Lindner aus Eibiswald besucht. Sie steht kurz vor der Lehrabschlussprüfung in ihrem Lehrberuf Medienfachmann/-frau. Die zwei Lehrberufe Medientechnik und Mediendesign liegen sehr eng beieinander. Möchte eine Firma ein Logo, ist die/ der Mediendesigner/in für die künstlerische Arbeit zuständig, diese/r wird das Logo „bauen“. Die/Der Medientechniker/in wird es dann in das richtige Dateiformat mit der passenden Auflösung umwandeln sowie auf einer Homepage, in Broschüren oder in anderen Medien einfügen.

„Mich hat von Anfang an fasziniert, wie man mit ein paar Grundideen beziehungsweise mit etwas Input von einem Kunden so ziemlich freie Hand hat, um etwas komplett Neues zu gestalten – damit fremde Menschen zu erreichen und diese für etwas zu begeistern“, erzählt mir Mercedes, die nach der Matura bei einer Regionalzeitung mit der Lehre zur Medientechnikerin begann.

Auf ihrem Schreibtisch steht ein großer Computer, auf dem die gängigen Grafikprogramme wie InDesign und Photoshop installiert sind. In ihrem Aufgabenbereich liegen das Bauen von Inseraten, das Bearbeiten von Bildern für den Zeitungsdruck, die Verwaltung der Homepage und Aussendungen sowie die Betreuung der Kundinnen und Kunden. „Da wir ein ziemlich kleines Team sind, haben alle einen relativ großen Arbeits- und Aufgabenbereich, daher müssen wir selbstständig sein und auch Verantwortung für das eigene Handeln tragen“, erzählt mir Mercedes von ihrem Arbeitsalltag.

Neben Zeitungen und anderen Printmedien findet man Medienfachfrauen und -männer aber vor allem in Werbefirmen, Grafikstudios und Druckereien. Kreativität, Neugierde und vor allem Gefühl für das Zusammenspiel von Farben, Schriften, Formen und Grafiken sind laut Mercedes Grundvoraussetzung für diesen Job. Sehr wichtig ist auch ein respektvoller Umgang mit Mitmenschen. Auch hier gilt: Der Kunde ist König: „Man muss auf die Wünsche der Auftraggeber eingehen, oft haben diese klare Vorstellungen vom Endprodukt. Auch wenn es manchmal schwer ist, ist es unsere Aufgabe, diese bestmöglich umzusetzen.“ „Diese Lehre würde ich all jenen empfehlen, die ihr Hobby – das kreative Schaffen – zum Beruf machen wollen.

Wie schon erwähnt, sollte man auch mit Mitmenschen einen guten Umgang haben. Aber das wohl Wichtigste ist, dass es für einen erst dann der richtige Job ist, wenn man mit Elan und Herzblut bei der Sache ist, denn schon Steve Jobs sagte: ,The only way to do great work is to love what you do!′“, bringt es Mercedes abschließend auf den Punkt.

LISA HÖLLEBAUER

Foto

 

 

 

Mercedes fasziniert
besonders die
Freiheit in der
Gestaltung. 

INFO

www.berufslexikon.at

 

Fotos: Danang Setiawan/Shutterstock; Lindner

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