Pro & Contra: Urlaub in Österreich

Gehts in die Ferne oder entdeckst du die Heimat neu? Wir haben Argumente für und wider den Urlaub in der Heimat Österreich gesammelt.

PRO

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Marie Mayer ist freie Journalistin und lebt in Graz. Foto: Privat

 

 

 

„Zu jeder Jahreszeit der ‚Bringer‘ – schont die Umwelt und das Börserl.“

 

 

 

 

Amerika, Asien, Afrika … Urlaub auf Bali, in den Anden oder den hektischen Straßen von New York? Es ist beachtlich, welche großen Distanzen viele auf sich nehmen, in der Hoffnung, einen ganz besonderen Urlaub zu verbringen.

Ja, es ist auch wahnsinnig interessant, über den Tellerrand zu blicken und die Welt zu erforschen. Doch sollte man nicht übersehen, was genau vor einem liegt. Immerhin ist Österreich wahnsinnig facettenreich.

Grüne Seen, gute Luft, atem­beraubende Gebirgslandschaften, schöne Wälder, saftige Wiesen. Viele haben schon zahlreiche Flecken der Erde gesehen, wissen, wo man am tiefsten taucht und auf den höchsten Wellen reitet. Doch wenn es darum geht, die Schönheiten im eigenen Land aufzuzählen, hapert es. Egal, ob man der Winter- oder der Sommertyp ist, auf Kunst, Kultur, Action, Party oder Chillen steht, Österreich bietet einfach massenhaft Möglichkeiten.

Man denke nur an die coolen Festivals, Festspiele und Open-Air-Events, Freizeitparks und Klettergärten, entspannende Thermen und Parkanlagen. Urlaub im eigenen Land hat zwei weitere äußerst attraktive Nebeneffekte: Man schont die Umwelt und das Geldbörserl.

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Foto: Syda Productions/Shutterstock

 

CONTRA

 

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Elisabeth Grabner ist Sozialarbeiterin und lebt im Mürztal. Foto: Privat

 

 

 

„Der Blick über den Teller­rand ist gut für alle ‚Suderer‘ unter uns.“

 

 

 

 

Unser Land ist geprägt von Geschichte, Traditionen und Kultur; wie wir uns kleiden, was wir essen, welche Sitten und Bräuche wir pflegen – das hängt alles zusammen. Und das ist gut so, Österreich ist ein toller Ort zum Leben und ich mache auch selbst gerne Urlaub in der Heimat. Aber der Blick über den Tellerrand hinaus schadet nicht! Andere Länder, andere Sitten – und davon können wir so viel lernen.

In Bali existieren Hinduisten, Christen, Buddhisten und Muslime nebeneinander, es besteht eine gegenseitige Toleranz, von der wir hier nur träumen können. In vielen Ländern Afrikas gibt es kaum Trinkwasserquellen, während wir mit unserem trinkbaren Wasser das Klo spülen. In vielen Teilen der Welt werden Menschenrechte mit Füßen getreten, Kinder zur Arbeit gezwungen und Frauen unterdrückt. Hand aufs Herz, wir Österreicher/innen sind ein Nörgelvolk, das immer etwas zum „Sudern“ findet.

Wie furchtbar doch das Wetter ist, wie schlimm die Politik und wie teuer die Lebensmittel. Tatsache ist: Österreich gehört zu den wohl­habendsten Ländern der Welt, nur vergessen wir das oft. Eine Reise in die Ferne kann uns das in Erinnerung rufen und uns wieder bewusst machen, wie glücklich wir uns schätzen können.

PublicDomainPicturesPixabay

Foto: Pixabay

 

METAEBENE

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Mag.a Ursula Lackner, Landesrätin für Bildung und Gesellschaft Foto: Lunghammer

 

 

 

 

„Der ‚richtige‘ Ort hängt von eigenen Vorhaben und Vorlieben ab!“

 

 

 

 

 

Österreich ist vielfältig und hat ein reiches Angebot an Freizeit­aktivitäten. Ob im See schwimmen, einen Berg erklimmen, die Landschaft bei einer Radtour genießen oder Kultur erleben – alles ist möglich. Man denke beispielsweise an Mountainbiketrails oder Seekonzerte, dann sind selbst Kombinationen machbar.
Den Urlaub im eigenen Land zu verbringen, kann erholsam und bereichernd sein, und aus eigener Erfahrung kann ich jeder und jedem empfehlen, Österreich interessiert zu erkunden.

Man wird dabei schöne Plätzchen und so manche Überraschung erleben. Dennoch ist es mindestens von gleicher Bedeutung, dass man über den Tellerrand hinausschaut und andere Länder und Kulturen kennenlernt. Das erweitert den Horizont, und internationale Kontakte sind in der heutigen Welt von enormer Bedeutung. Es ist nicht wichtig, ob das Reiseziel nah oder fern ist. Der richtige Ort hängt von den jeweiligen Vorlieben ab.

Ein Richtig oder Falsch gibt es dabei nicht – man sollte aber beides probiert haben.

 

Beitragsbild: Adolesco/Pixabay

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