Namasté – Yoga liegt voll im Trend

Nix mit 68er-Community und Birkenstock-Mafia: Yogis und Yoginis sind genauso facettenreich wie Yoga selbst. Marie hat zwei von ihnen getroffen.

Bücher, Zeitschriften, Videos, Blogs, Kurse und Events. Yoga boomt, ist modern und cool. Reine Esoterik? Die Launen einer Zeit? Wohl kaum. Immerhin wird Yoga seit Tausenden von Jahren praktiziert und ist eine umfassende Lebensphilosophie. Auch die beiden Grazerinnen Bernadette Schwarz (27) und Caroline Schrotta (27) sind begeisterte Yoginis.

Yoga-frau

Yoga-Lehrerin Bernadette Schwarz: „Yoga ist Medizin für Körper und Geist.“ Foto: Privat

Love, Peace & Yoga
„Yoga ist super für die Figur, kann aber noch viel mehr. Neben einem fitten Body bekommst du auch einen gesunden Geist und eine positive Einstellung“, sind Berni und Caro überzeugt. „Bist du down, kann dich Yoga motivieren, bist du gestresst, kann er dich entspannen. Die Asanas (Yoga-Positionen) sind einfach total abwechslungsreich, können anstrengend und auch relaxend sein.“ Gute Figur, klare Gedanken, Ausgeglichenheit, Selbstbewusstsein, Mut zum Ich … Wer will das nicht?! Gerade im Wunsch nach Balance in einer hektischen Welt sehen die Mädels auch den Grund für den ständig wachsenden Yoga-Hype. „Yoga ist Medizin für Körper und Geist“, beschreibt Berni ihre eigene Faszination.

Vor zehn Jahren hat die ausgebildete Heilpädagogin ihren ersten Yoga-Kurs besucht. „Als begeisterte Läuferin nahm ich an Wettbewerben teil und hatte oft Verspannungen. Yoga hat nicht nur meine Muskeln entspannt, ich wurde insgesamt viel ausgeglichener.“ Aus einem Kurs wurden zahlreiche. Seit 2012 ist sie selbst Yogalehrerin. Ebenso Caroline, die auch viele Gruppen mit dem klassischen indischen Gruß „Namasté“ empfängt.

„Egal ob Jung oder Alt, Jungs oder Mädchen:
Die Yoga-Begeisterung ist quer durch die Bank spürbar“, freut sie sich. Bereits mit 13 Jahren hat sie Yoga für sich entdeckt. „Gerade in der Pubertät, wo man oft mit sich und der Welt hadert, kann Yoga helfen und das Selbstbewusstsein stärken.“

Yamas & Niyamas
Wer aber kann Yoga praktizieren? Gibt es Kriterien? „Es gibt die sogenannten Yamas und Niyamas, die Yoga-Dos & -Don‘ts.

Sie lehren etwa Achtsamkeit und positive Gedanken“, erklärt Berni. Und Caro fügt hinzu: „Jeder Mensch kann Yoga lernen. Der Einstieg ist leicht. Ob drinnen oder draußen, in der Schule, Arbeit oder Freizeit; Yoga lässt sich immer und überall praktizieren, denn Yoga ist facettenreich. Es gibt sanfte, herausfordernde, ruhige, dynamische, traditionelle, moderne, spirituelle und weltliche Stile.“

„Einfach durchprobieren und den eigenen Stil finden“, rät Berni und zeigt uns abschließend die ultimative Anti-Stress-Atemübung: Nadi Shodhana, die Wechselatmung. Wir haben für euch eine gute Video-Anleitung im Netz gefunden.

YOGA-SOS – NADI SHODHANA

Schularbeiten, Tests und Bewerbungsgespräche kommen bestimmt. Stress und Nervosität nicht unbedingt. Bernadettes Lieblings-Anti-Stress-Atemübung Nadi Shodhana (Wechselatmung) ist „beruhigend, jederzeit und überall zu praktizieren“. Kurzanleitung: Rechtes Nasenloch verschließen, links ausatmen, einatmen. Linkes Nasenloch verschließen, rechts austamen, einatmen. Genau zeigt es dir Bernadette in der „Casa Ananda“, ihrem neuen Zentrum der Vielfältigkeit in Graz, oder auch eine/r der vielen anderen Yoga-Lehrer/innen steiermarkweit (siehe Info ganz unten).

MARIE MAYER

Hier ein Anleitungsvideo dazu: Wechselatmung für Anfänger (Anuloma Viloma – die Einsteigerstufe vor Nadi Shodhana):

GEWUSST? KLEINES YOGA-GLOSSAR

Yoga ist ein Lebenskonzept, eine Lebensphilosophie mit den fünf Grundpfeilern Bewegung, Atmung, Ernährung, Entspannung sowie geistige Gesetze und Meditation.

Yoga: stammt von der Sanskritwurzel „yuj“ – wörtlich Joch, Verbinden, Anschirren. Eins werden und eins sein – mit sich selbst und mit allen/allem.

Namasté: Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir. Indische Grußformel.

Yamas und Niyamas: Die ersten beiden Stufen des Ashtanga Yoga („der achtfache Pfad“) von Patanjali (2.Jh.n.Chr.), einem indischen Gelehrten, sind Lebens­regeln im Umgang mit den Mitmenschen und mit sich selbst (z. B. das oberste Gebot Ahimsa bedeutet Gewaltlosigkeit, Satya ist Wahrhaftigkeit, Santosha die Zufriedenheit).

Asanas: Yoga-Positionen. Ursprünglich bedeutet Asana einfach Sitzposition.

Pranayamas: Atemübungen

Savasana: Für manche ist die „Totenstellung“ eine der schwierigsten Asanas: völliges Entspannen in Rückenlage mit ausgestreckten Beinen und Armen.

Sanskrit: Du musst die altindische Sprache natürlich nicht erlernen, wenn du Yoga praktizierst, wirst ihr in vielen Begriffen aber immer wieder mal begegnen.

Om: steht für den Urklang und das gesamte Universum. Ein gemeinsames „Ooomm“ am Anfang und/oder Ende einer Yoga-Stunde entspannt ungemein.

Das höchste Ziel im Yoga: Samadhi, der „überbewusste Zustand“. Alle Yoga-Stile zielen darauf ab, diese höchste Glückseligkeit zu erreichen.

INFO

Eine kleine Auswahl aus dem riesigen Yoga-Angebot:

Ausbildungen:
yogaakademie-austria.com
www.purnayogaaustria.com

Yogaguide: www.yogaguide.at

Gleisdorf: www.mangalam-yoga.com
Leoben: www.lotospower.at
Hartberg: www.yoga-und-bewegung.at
Südstmk.: yoga-suedstmk.info
Oberstmk.: www.karuna-yoga.at
Special: www.yoga-xl.at
Bernadettes Casa Ananda in Graz: www.casa-ananda.at

Foto: Gortincoiel/Photocase

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