Pro & Contra Eifersucht: Liebe oder Quatsch?

Fast jeder kennt sie oder hat sie schon gespürt: die Eifersucht – für die einen ist es eine Art Liebesbeweis, für die anderen nur ein mieses Gefühl.
Sandra Lazanyi

Foto: privat

PRO: SANDRA LAZANYI

Durch das unangenehme Gefühl lernst du dich ein Stück besser kennen.

Eifersucht fühlt sich nicht schön an, nicht für den Eifersüchtigen und auch nicht für die restlichen Beteiligten. Bis auf diese Tatsache ist Eifersucht aber nichts Schlimmes. Sie ist wie Wut, Freude oder Trauer, ein ganz normales Gefühl. Sie ist unsere natürliche Reaktion auf das Gefühl von Bedrohung. Eifersucht empfinden wir nicht für Leute, die uns egal sind. Wir sind eifersüchtig auf Personen, für die wir Zuneigung empfinden. Auch wenn dieses in uns nagende Gefühl zuerst als etwas Lästiges erscheint, lässt es uns trotzdem erkennen, dass wir an einem Menschen hängen.

Jede/r von uns kann zugeben, dass er oder sie schon das eine oder andere Mal eifersüchtig war. Dieses Gefühl ist richtig unangenehm und anstrengend und wirkt sich meistens sehr verletzend aus. Trauer, Wut oder Langeweile zu empfinden, kann aber genauso unangenehm sein. Eifersuchtsanfälle können sehr verschieden sein und mal mehr oder weniger intensiv ausarten. Dabei spielen die Dinge mit, die du schon erlebt hast, oder ob du eine Beziehung zu jemandem hast, der dir guttut.

Anstatt sich auf die Nachteile von Eifersucht zu konzentrieren, kannst du deine Eifersucht auch zu deinem Vorteil nutzen. Mit ein bisschen Arbeit und genauem Hinschauen lernst du dich durch dieses unangenehme Gefühl ein Stück besser kennen und kannst vielleicht sogar den Auslöser für deine Eifersucht finden. Anstatt dich zu ärgern und schlecht zu fühlen, nutz deine Eifersucht, um dir klarzumachen, warum du eifersüchtig bist.

 

Victoria Schifko

Foto: privat

CONTRA: VICTORIA SCHIFKO

Akzeptiere dich selbst und entscheide dich dafür, dich frei zu fühlen.

Schon als Kind lernt man es kennen. Dieses Gefühl, dass jemand anderes etwas bekommt, was man selbst haben will. Dein Bruder scheint für deine Verwandten spannender zu sein als du selbst, einige Jahre später interessiert sich der Mensch, dem du gerne ganz nah sein würdest, für jemand anderen. Aber egal, ob es um Respekt, Zuneigung oder gar Liebe geht, zurück bleibt nur dieses bittere, quälende Ziehen im Körper. Aber wozu eigentlich?

Natürlich ist es nur menschlich, einmal eifersüchtig zu sein, aber oft gibt es eigentlich gar keinen richtigen Grund dazu und das Problem liegt ganz wo anders, als du vielleicht denkst: in dir selbst! Steh zu dir selbst und mach dich nicht abhängig von Entscheidungen anderer, akzeptiere dich, so wie du bist, liebe dich selbst. Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber wenn du mit dir selbst im Reinen bist, ist so viel Anerkennung und Aufmerksamkeit für dich gar nicht mehr notwendig, um glücklich zu sein. Wenn du einfach deine Sichtweise auf das Thema änderst, erkennst du mit der Zeit, dass dieses blöde Gefühl eigentlich gar nicht so oft deinen Tag vermiesen muss.

Du kannst dich entscheiden: ein Leben voller negativer Gefühle, die oft zu Streit und Auseinandersetzungen führen, oder ein Leben, in dem du lernst, deine Emotionen ein bisschen zu steuern und die Situation, in der du dich befindest, besser einzuschätzen. Weil, wozu eigentlich eifersüchtig sein, wenn man auch einfach darüber lachen und sich frei fühlen kann?

 

LR Ursula Lackner, Lunghammer Superfood

Foto: Lunghammer

METAEBENE: URSULA LACKNER

Es gilt die Weisheit: allein Die Dosis macht das Gift …

„Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft!“ Obwohl der österreichische Dichter und Dramatiker Franz Grillparzer diesen Satz vor knapp 200 Jahren niedergeschrieben hat, ist er noch immer aktuell. Wenn wir schon bei alten Sprüchen sind, dann gleich noch einer, diesmal von Paracelsus, der vor 500 Jahren gesagt hat: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

So verhält es sich auch bei der Eifersucht: Eine gute Dosis ist gesund für jede Beziehung, drückt sie doch den Wert, den ein Mensch für den anderen hat, aus und die Bedeutung, die der Partnerin/dem Partner zukommt.

Allzu viel kann hingegen eine Beziehung vergiften. Doch was tun, wenn die Eifersucht unerträglich wird? Der erste Schritt sollte immer sein, mit seiner/m Liebsten darüber zu reden. Damit keine Missverständnisse bestehen bleiben und gemeinsam Lösungen gefunden werden können. Viel Glück dabei!

 

Und was sagst du dazu? Wir veröffentlichen deine Meinung! E-Mail an:
 info@checkit.at

 

 

 

Beitragsbild: Pexels/@PixaBay

 

 

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