Ferien-Scouts: I wül nimma ham – Fürstenfeld, du hast unser Herz (5)

In Fürstenfeld- „do gibt’s a Szene, do muasd hin!“ Unsere Ferien-Scouts Berni und Maria haben Fürstenfelder Geheimnisse gelüftet.
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„I wü nimma ham!“ Die Ennstalerinnen haben ihr Herz an Fürstenfeld verloren! | Foto: Berni und Maria

Eine lange Autofahrt aus der nördlichen Steiermark kommend, müde Augen und auch der Allerwerteste schmerzt schon ein bisserl von dem ewigen „Autositzen“. Davon lassen wir uns aber nicht die gute Laune verderben: Für uns geht’s ja schließlich heute noch nach Fürstenfeld. Die Stadt, die wir schon als Favorit vermerkt hatten – heute war also unsere Premiere. Doch mal ganz ehrlich, wer hat noch nie enthusiastisch aus vollem Halse „I wül wieda ham noch Fürstenföld“ gesungen? (Wir jedenfalls viel zu oft!) Unsere Vorfreude war eben dementsprechend groß und so statteten wir dieser außergewöhnlichen Stadt einen Besuch ab. Eines können wir schon sagen: Allan haben wir uns net gefühlt!

Der Tag ging schon langsam zu Ende, als wir die runden Kreisverkehre in Fürstenfeld durchfuhren. Jedes Schild mit dem Ortsnamen brachte uns mehr und mehr zum Lächeln und nach kurzer Zeit erblickten wir das wohl sportlichste JUFA weltweit. Sofort wurden wir allerherzlichst begrüßt und stillten unseren Durst mit kühlen Getränken. (Fototipp: Die coolen Paletten-Bänke und der in Ziegeln gehaltene Frühstücksraum!) Nach einer kleinen Spazierrunde testeten wir die sauberen Zimmer und kuscheligen Betten, um für den nächsten sportlichen Tag ausgeschlafen zu sein.

Das Besondere am JUFA Fürstenfeld ist die zentrale Lage – in die City mit Disco, Kaffees und Bars kommt man in rund fünf Minuten -, aber auch das breitgefächerte Sportangebot kann sich sehen lassen: Die eigene Turnhalle lädt zum Schwitzen ein und in der Kletterhalle, eine der größten in ganz Österreich, kommt man bei über 16 Meter ganz hoch hinauf. Das Jugend- und Familienhotel verfügt auch über einen Kunstrasenplatz, eine Tennishalle und ein Fitnessstudio. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit allem, was das Breakfast-Herz begehrt, huschten wir schnell an der Rezeption vorbei und wurden auch schon von Thorsten empfangen.

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Immer am Kraxeln, unsere Ferien-Scouts! | Foto: Berni und Maria

Das Kletterspecial im JUFA Fürstenfeld

„Seid’s bereit?“, fragte uns Thorsten und sofort nickten wir mit den Köpfen, als er uns die Tür aufhielt. Schön staunten wir, als er die riesige Kletterhalle mit Anfängerbereich, Profirouten und Boulderareal – insgesamt über 1.000 Quadratmeter  Gesamtfläche – präsentierte. Wir hüpften in die Gurte hinein und schon nach kurzem Einüben kletterten wir die Wände rauf und runter. Für den krönenden Abschluss suchten wir uns noch einige Boulderrouten heraus und maßen unsere Kräfte an den Trainingsgeräten. Leider waren es zu viele Wände und Routen, um alle zu testen und unsere Kletterstunden waren viel zu schnell schon wieder vorbei. Doch einer nächsten Klettereinheit im Herzen Fürstenfelds mit einem der Klettercoaches steht ja nichts im Wege. Thorsten ist laut Eigendefinition ein spätberufener Kletterer, der sich erst im Laufe seiner Jahre der Kraxelei verschrieben hat. Mit seiner Motivation, dem Spaß und Können, das er dabei aufbringt, wirkt er aber wie jeden Tag auf’s Neue begeistert. Übrigens: Alpenvereinsmitglieder erhalten hier Ermäßigungen!

Der Tag startete aktiv und so ging er natürlich auch weiter. Nachdem wir vom JUFA ausgecheckt und unser Gepäck in der drückenden Hitze im Kofferraum verstaut hatten, peilten wir das kühle Nass an: auf ins Freibad Fürstenfeld – für Gäste des JUFA kostenlos! Auf der Liegewiese warfen wir unsere Badetaschen in den Schatten eines Baumes und sprangen ins erfrischende Wasser. Neben der Größe, mit der das Freibad sicherlich punkten kann, ist auch die 116-Meter-Speedrutsche sowie der 10-Meter-Sprungturm absolut testenswert. Für den Hunger zwischendurch können wir euch Siegl‘s Freibad Restaurant wärmstens ans Herz legen: Mit Burger, Pizza, Grillkäsesalat und homemade Eis kann man für die nächste Plantschrunde Energie tanken.

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Und hinab ging’s in die Gruft | Foto: Berni und Maria

Kruzitürken auf der Pfeilburg

Nach unserem Dip im größten Beckenbad Österreichs machten wir uns auf den Weg zu einer Reise in die Vergangenheit. Gabi Jedliczika erwartete uns schon im Museum Pfeilburg, dort wo die Stadtführung des Festungsweges startete. Ein modernes Museum (richtig coole Effekte: Automatische Vorhänge mit Musik, beleuchtete Bodenvitrinen und eine lebensgroße Janitscharenparade auf Pferden) über die Stadt an der Grenze und die Gefahr durch die Kruzitürken. Die Stadtführung darf man sich nicht als „langweiliges Gebäudeanschauen“ vorstellen, sondern als wirkliches Erlebnis! Auch Geocaching und Nachtführungen werden angeboten – aber Vorsicht vor Gespenstern wie Rüdiger! Wir wanderten vorbei am Fürstenfelder Hauptplatz, der genau 100 mal 100 Meter groß ist, zum Bunker, der damals im Zweiten Weltkrieg Schutz bot – ein spannendes Erlebnis und eine wunderbare Abkühlung bei hitzigen Temperaturen. Neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchten wir auch die Pfarrkirche. James-Bond-like zog Gabi Jedliczika den Teppich vor dem Altar zur Seite und zeigte uns die Gruft unter der Augustinerkirche. Auch die unscheinbare Orgel hat ihre eigene besondere Geschichte: Lange war sie in Italien verschollen, bis man eines Tages die Aufschrift „Augustiner Kirche Fürstenfeld“ darauf entdeckte. „Nun ist sie wieder daheim an ihrem rechten Platz“, erklärte die sympathische Stadtarchivarin.

Egal in welchem Bereich, Fürstenfeld hat bei uns in allen Kategorien fünf Sterne erreicht. Bevor wir den  Heimweg ins obere Ennstal antraten, machten wir noch einen kurzen Abstecher ins Erdbeerland, um neben den unzähligen Fotos und Erinnerungen auch noch geschmacklich ein bisserl Fürstenfeld daheim zu genießen.

Die nächste Reise zieht uns nicht so weit in den Osten. Seid gespannt – es wird ziemlich kunterbunt, laut, gefährlich und vor allem wild!

Eine schöne Sommerzeit wünschen euch die Ferien-Scouts – Bis zum nächsten Blogbeitrag!

Maria und Berni

Must-Dos in der City:
Vom 10-Meter-Turm im Freibad springen, sich in der Kletterhalle bis ganz oben kämpfen, Selfie mit einem Kruzitürken im Museum schießen, viele Fotos mit Ortsschildern von Fürstenfeld machen und ganz oft „Fürstenfeld“ anhören und laut dazu singen.

Unser Motto:
„I wül a Kernöul von da Shöuel Tounkstöoil“ (Bitte mit oststeirischem Dialekt vorlesen.)

fyi -for your info

JUFA Fürstenfeld

Freibad Fürstenfeld

Fürstenfeld gehört zur Oststeirischen Städtekooperation 8 Städte.

Eine Aktion von checkitWOCHE und YOUNG STYRIA
 

Beitragsbild: Berni und Maria

 

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