Mit Cardboard in die Zukunft

Das Virtual-Reality-Phänomen aus Karton: Mit dem Google Cardboard bist du mittendrin im Spiel. Checkerin Isabell hat‘s für euch getestet.

Einige von euch kennen bestimmt Oculus Rift, ein Virtual Reality (VR) Headset ers­ten Ranges.

Hier das Original: Occulus Rift. Foto: Pixabay

Oculus Rift gehört zu den besten VR-Headsets, ist aber leider sehr teuer. Foto: fill/Pixabay

Mit diesem kann man Computerspiele mal ganz anders erleben. Setzt man die VR-Brille auf und verbindet sie mit dem Computer, so hat man bei speziell angepassten Spielen das Gefühl, man sei wortwörtlich mittendrin. Oculus Rift zählt zu den besten dieser Art, ist aber ziemlich teuer (ca. 200 Euro). Es gibt aber auch preisgünstigere VR-Headsets: Die billigste und auch einfachste Alternative ist das Google-Cardboard (ca. 20 Euro) – es besteht aus Karton.

VIRTUAL REALITY VIA HANDY

Das Google-Cardboard besitzt kein Display – stattdessen werden die Bilder, Videos oder Spiele auf dem Display deines Smartphones abgebildet. Legst du dein Smartphone in die Brille und machst die vordere Klappe zu, brauchst du nur durchzuschauen und schon fühlst du dich mittendrin.
Der ganze Zauber steckt eigentlich in den speziellen Linsen, die im Cardboard eingebaut sind. Mithilfe dieser und der Splitscreen-Technologie können die Bilder auch in einer kurzen Entfernung vor dem Auge noch scharf gesehen werden. Während man spielt oder ein Video schaut, kann man seinen Kopf auch um 360 Grad drehen, und das Bild bewegt sich so mit, als würde man wirklich umherschauen. Ein runder Magnet sorgt dafür, dass man Spiele oder Apps steuern kann. Und dort, wo das Handy aufliegt, befindet sich ein NFC-Sticker, der die offizielle Cardboard-App automatisch öffnet.

CARDBOARD_julia

Isas Cardboard wurde bei unserer Redaktionssitzng bestaunt. Nicht nur Julia (Bild) war fasziniert. Foto: checkit.jugendredaktion

KEIN VORTEIL OHNE NACHTEIL

Es gibt bei der Benützung des Cardboards einige Nachteile: Das längere Hindurchschauen durch die Linsen ist für die Augen nicht besonders angenehm, da man mit dem Cardboard dreidimensional sieht. Nach dem Absetzen müssen sich die Augen erst wieder an das normale Sehen gewöhnen. Was auch manchmal störend oder leicht schmerzhaft sein kann, ist der Abdruck, der sich nach längerem Tragen auf der Nase bildet. Etwas Watte löst das Problem.
Und: Dort, wo die Stirn aufliegt, bildet sich ein unschöner Fleck vom Hautfett – den man aber verhindern kann, indem man ein Taschentuch dazwischenlegt.

Wer ein weiter entwickeltes Modell will, kann sich für ein paar Euro mehr ein VR-Headset aus Plastik besorgen. Bei diesem gibt es zum Beispiel Saugknöpfe, damit das Smartphone nicht verrutscht, oder aufgeklebte Schaumstoffstreifen, um Druckstellen zu vermeiden.

Einen kleinen Vorgeschmack auf VR-Headsets bietet ein 360-Grad-Video auf Youtube. Bei diesem entsteht fast dasselbe Gefühl wie bei einem VR-Headset, nur dass man nicht dreidimensional sieht:

ISABELL MITWALLY

 

INFO

Du kannst das Carboard kaufen oder mit es mit dem Bausatz Cardboard einfach selbst machen!

Beitragsbild: Alexandru Nika/Shutterstock

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