Pro & Contra: Liebe via Internet?

Dating-Apps und mögliche Partner/innen im Internet suchen und finden – das ist heute total normal. Aber lohnt es sich wirklich, zu Hause zu surfen und dafür vielleicht auch noch Geld zu zahlen? Carina und Julia im Meinungsduell!

PRO: Carina

Wer wagt, gewinnt. Das gilt natürlich auch im Internet!

Carina Seifen

Carina Seifen (22) studiert Germanistik auf der Uni in Graz. (Foto: Privat)

Klar kann man über das Internet eine/n Partner/in finden. Es mag nicht immer leicht sein, aber das ist es im „realen“ Leben auch nicht. Im Moment sind Dating-Apps beliebt. Man kann ungezwungen und locker mit Leuten kommunizieren und sich nett unterhalten. Man lernt sich kennen und kann, vielleicht sogar freier, über alles reden, da man sich noch nicht persönlich begegnet ist. Man kann den Menschen kennenlernen, wie er wirklich ist. Merkt man, dass es nicht an Gesprächsthemen mangelt, kann man sich treffen und sehen, ob man sich miteinander wohlfühlt.

Ein Vorteil dieser Apps ist der Zeitfaktor. Egal, wo und wann – ein Handy mit Internetzugang, und los geht’s. Man muss nicht mehr in einen Club gehen, um neue Leute zu treffen. Um wirklich jemanden online kennenzulernen, braucht man Mut, eine gute Menschenkenntnis und Originalität. Mit einem simplen Hallo kommt man nicht weit. Außerdem ist es wichtig, einschätzen zu können, ob die/der Kommunikationspartner/in auch ehrlich ist.

Wie auch ich haben schon einige in meinem Freundeskreis ihre/n Partner/in via Internet kennengelernt. Das ist heute total normal und die Chancen stehen gar nicht schlecht, da die Auswahl recht groß ist. Die Schwierigkeit besteht eher darin, die/den Richtige/n zu finden. Wichtig ist, wie auch im wahren Leben, das Glück. Ein Zufallsmoment kann entscheiden, mit wem man sich unterhält, und ob es funkt. Aber schließlich heißt es nicht
umsonst: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

CONTRA: Julia

Was ist mit der guten alten Erstes-Date-Romantik passiert?

Julia Eder (19) hilft im Sozialjahr Menschen in Griechenland. (Foto: Privat)

Meine Einstellung mag vielleicht altmodisch erscheinen, aber für mich käme es nicht infrage, den Partner übers Internet zu suchen. Nicht nur zweifle ich am Algorithmus, der die Single-Problematik lösen soll, indem er Menschen mit ähnlichen Vorlieben zusammenbringt (manchmal trifft auch das Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an“ zu), stundenlang Online-Profile anzusehen, ist mir schlichtweg zu unromantisch. Dieses Knistern, wenn man dem Schwarm langsam näherkommt, ist für mich unerlässlich. Außerdem finde ich es schade, dass der digitalisierte Mensch das Sichverlieben dem Internet überlässt. Sind die Leute zu faul, um das große Glück außerhalb der eigenen vier Wände zu suchen? Haben sie jede Hoffnung aufgegeben? Und zahlen auch noch Geld dafür!

Lässt man die Tatsache, dass viele der registrierten Singles Betrüger/innen sind, die sich hinter einem Trickprofil verstecken und die Anonymität schamlos ausnutzen, beiseite, ist es einfach generell klar, dass die meisten nicht ganz ehrlich sind. Fünf Kilos hier abgezogen, drei attraktive Hobbys da hinzugefügt: Dass das erste Treffen deshalb oft eine Enttäuschung und die Erfolgsquote gleich null ist, weiß ich aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Entstanden tatsächlich Beziehungen, so endeten sie bereits nach einigen Monaten. Ich persönlich bin nicht bereit, mich in meiner besten Zeit zu Hause einzusperren und dafür auch noch zu bezahlen.

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Beitragsbild: LiliGraphie/Shutterstock

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